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reuterscontainer-news+1multimodalHapag-Lloyd gab am Donnerstag bekannt, dass die Schließung der Straße von Hormus das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 rund 600 Millionen Dollar gekostet hat. Dies zog den Reingewinn kräftig nach unten, obwohl höhere Frachtraten und eine starke Asien-Nachfrage für teilweisen Ausgleich sorgten.container-news+1
Der deutsche Containerreederei-Riese erzielte im zweiten Quartal ein Konzern-EBITDA von 829 Millionen Dollar, das leicht über den 820 Millionen Dollar des Vorjahres lag. Der Reingewinn fiel jedoch von 306 Millionen Dollar im zweiten Quartal 2025 auf 83 Millionen Dollar, da die Störungen im Nahen Osten zusätzliche Kosten für Schiffstreibstoff, Versicherungen, Lagerung, Routenumleitungen und Landtransporte verursachten.reuters+1
Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Verbesserung gegenüber einem schwierigen ersten Quartal. Das Transportvolumen stieg von 3,4 Millionen TEU im Vorjahr auf 3,5 Millionen TEU, während die durchschnittliche Frachtrate im Jahresvergleich um 9 % auf 1.475 Dollar pro TEU kletterte, angetrieben durch starke Exporte aus Asien und eine verbesserte US-Nachfrage.investing+1
"Das zweite Quartal war besser als das erste, angetrieben von deutlich höheren Spotraten und einer robusten Nachfrage", sagte CEO Rolf Habben Jansen. Er betonte, dass die Gemini Cooperation, die Allianz des Unternehmens mit Maersk A.P. Moller, Maersk A/S, "weiterhin besser als der Markt abschnitt und den Branchenmaßstab für Fahrplantreue setzte."container-news+1
Trotz der Erholung im zweiten Quartal verbuchte Hapag-Lloyd für das erste Halbjahr 2026 einen Konzernverlust von 173 Millionen Dollar, verglichen mit einem Gewinn von 775 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum.investing
Hapag-Lloyd hatte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 bereits am 13. Juli angehoben und erwartet nun ein Konzern-EBITDA zwischen 2,7 und 3,7 Milliarden Dollar sowie ein Konzern-EBIT zwischen 0,1 und 1,1 Milliarden Dollar. Das Unternehmen warnte, dass der Ausblick aufgrund volatiler Frachtraten und des andauernden Nahost-Konflikts weiterhin einer "beträchtlichen Unsicherheit" unterliegt.reuters+2
Maersk, das ebenfalls am Donnerstag Zahlen vorlegte, verzeichnete eine noch deutlichere Gewinnerholung und hob seine Prognose für das zugrunde liegende EBITDA auf 10,5 bis 12,5 Milliarden Dollar an, verglichen mit einer vorherigen Spanne von 8 bis 10 Milliarden Dollar. Als Grund nannte der Konzern eine starke Nachfrage aus Fernost und knappe Kapazitäten. Zusammen verdeutlichen die Ergebnisse der Gemini-Partner, wie geopolitische Störungen die Kosten in der Containerfahrt in die Höhe treiben und gleichzeitig die Frachtraten stützen.multimodal