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breakbulk+1theloadstar+2breakbulk+1Die weltweiten Containerfrachtraten sind im Vergleich zum Vorjahr um 143 Prozent in die Höhe geschnellt. Laut dem Ocean Freight Market Update von DHL Deutsche Post AG Global Forwarding für September 2026 trifft eine ungewöhnlich lange Hochsaison auf schwere Hafenstaus, knappe Schiffskapazitäten und eine Kette von Störungen über mehrere Kontinente hinweg.breakbulk+1
Der Logistikdienstleister berichtete, dass die Raten um 36 Prozent über dem Niveau von Juni lagen, während die weltweite Containernachfrage seit Jahresbeginn um 5 Prozent stieg. Die nominale Flottenkapazität wird im Jahr 2026 voraussichtlich um nur 4 Prozent wachsen und liegt damit unter dem jährlichen Durchschnitt von rund 6 Prozent im letzten Jahrzehnt. Rund 3,9 Millionen TEU – was etwa 12 Prozent der effektiven Schiffskapazität entspricht – stecken derzeit in verstopften Häfen fest. Ein solcher Wert wurde seit dem Höhepunkt der Hafenstaus während der Pandemie im Jahr 2022 nicht mehr erreicht. Der Shanghai Containerized Freight Index lag am 4. September bei 3.590,05 Punkten, was einem Anstieg von mehr als 140 Prozent im Jahresvergleich entspricht.tradingeconomics+3
Eine Reihe von Taifunen, die im Juli und August wichtige chinesische Häfen trafen, erzwang mehrtägige Schließungen und führte zu Rückstaus, die sich auf die weltweiten Liniennetze auswirkten. Nur 21 Prozent der Schiffe, die im Juli Shanghai anliefen, kamen pünktlich an, so DHL. Die Liegeplatzverzögerungen in Shanghai und Ningbo erreichten laut The Loadstar bis Ende August 10 Tage, wobei Nordasien 54 Prozent der weltweiten Hafenstaus ausmachte.theloadstar+1
In Nordeuropa erhöht das Niedrigwasser des Rheins den Druck auf die Lieferketten. Der schiffbare Pegel an der Engstelle Kaub bei Koblenz sank am Freitag laut Reuters auf rund 21 Zentimeter, nach 50 Zentimetern in der Vorwoche. Schiffe fahren nur noch teilbeladen, und die Preise für Tanktransporte von Rotterdam nach Karlsruhe sind von rund 100 Euro in der Vorwoche auf 165 bis 170 Euro pro Tonne gestiegen. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt des Bundes erklärte, dass in der kommenden Woche keine wesentliche Besserung zu erwarten sei.kfgo
Die Panamakanal-Behörde reduzierte die täglichen Schiffspassagen am 4. September von 36 auf 34, eine weitere Reduzierung auf 32 ist für den 15. September geplant. Auch die durch die El-Niño-Trockenheit bedingten Tiefgangsbeschränkungen wurden verschärft, sodass der maximal zulässige Tiefgang für Neopanamax-Schiffe auf 47,5 Fuß sank. Große Reedereien wie MSC, CMA CGM und ONE haben die Zuschläge für den Panamakanal erhöht. CMA CGM setzte den Anpassungsfaktor für Ladung von Asien an die US-Ostküste auf 500 US-Dollar pro TEU fest.freightwaves+2
Ein Grund für vorsichtigen Optimismus: 18 Prozent der relevanten Ost-West-Verbindungen sind nun wieder über den Suezkanal geplant, verglichen mit nur 3 Prozent im Februar. Höhere Treibstoffpreise und eine verbesserte Sicherheitswahrnehmung ermutigen die Reedereien, die kürzere Route wieder in Betracht zu ziehen. DHL schätzt, dass eine Normalisierung sechs bis zwölf Monate dauern könnte, sofern keine weiteren Sicherheitsstörungen auftreten. Der Logistiker warnt jedoch, dass Engpässe an Terminals sowie im Schienen-, Lkw- und Binnenschiffsverkehr bestehen bleiben könnten, selbst wenn mehr Schiffe in Dienst gestellt werden. Der Abbau des aktuellen Rückstaus, so warnt der Spediteur, könnte sich bis Ende 2026 hinziehen.dhl+1