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straitstimes+1straitstimeseconomictimesMercedes-Benz verkaufte im ersten Halbjahr 2026 in China lediglich 1.153 Einheiten des elektrischen CLA, während Xiaomi im selben Zeitraum mehr als 80.000 Einheiten seiner ähnlich eingepreisten Limousine SU7 auslieferte. Dieser eklatante Unterschied verdeutlicht die sich verschärfende Krise der deutschen Autobauer auf dem größten Automarkt der Welt. Dort meldeten BMW Bayerische Motoren Werke AG, Volkswagen und Porsche für das zweite Quartal Verkaufsrückgänge von jeweils mindestens 30 Prozent: schlechter als der Rückgang des Gesamtmarktes.straitstimes+2
JPMorgan-Analyst Jose Asumendi erklärte, dass wesentliche Teile des Angebots deutscher Autohersteller in China „schlicht zu teuer“ seien. Dort belastet eine anhaltende Immobilienkrise die Konsumausgaben, während Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor einen strukturellen Niedergang erleben. Chinesische Hersteller brachten allein im ersten Halbjahr 2026 rund 500 neue oder überarbeitete Modelle auf den Markt, so VW-Chef Oliver Blume, der von einer „China-Geschwindigkeit“ sprach, mit der ausländische Autobauer kaum Schritt halten können.economictimes+1
Mercedes preiste den elektrischen CLA mit langem Radstand ab 229.000 Yuan ein, rund 40 Prozent günstiger als die europäische Version, und stattete ihn mit KI-gestützter Sprachsteuerung aus. Doch das Unternehmen kam zu dem Schluss, dass eine Konkurrenzfähigkeit weitere Preissenkungen erfordern würde, die bei fast jeder verkauften Einheit zu Verlusten führen würden, so Bloomberg, das zuerst darüber berichtete. Mercedes schränkt seine Vertriebsoffensive für das Fahrzeug nun ein, bis sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern.straitstimes+1
BMW senkte seine prognostizierte Marge im Automobilgeschäft aufgrund des China-Einbruchs auf bis zu 1 Prozent. Damit steuert der Konzern darauf zu, im Jahr 2026 der unprofitabelste große europäische Automobilhersteller zu werden. Die Auslieferungen in China brachen im zweiten Quartal um 30,2 Prozent auf 117.815 Einheiten ein. Der Konzerngewinn des Unternehmens sank im ersten Halbjahr um 28,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Zudem kündigte BMW ein freiwilliges Abfindungsprogramm an, das weltweit auf rund 8.000 Stellen abzielt.ad-hoc-news
Die Gegenstrategie von BMW konzentriert sich auf die Elektro-Modelle der Neuen Klasse. Für den SUV iX3 beginnt der Vorverkauf in China am 21. August, während die Limousine i3 Anfang dieses Monats im Münchner Werk in Serie ging. Der Auftragseingang für den iX3 nähert sich weltweit der Marke von 100.000 Einheiten, wobei unklar bleibt, ob die Preisgestaltung gegenüber dem Model Y von Tesla , das in China ab etwa 264.000 Yuan erhältlich ist, konkurrenzfähig genug sein wird.economictimes+1
Blume sagte im Juni, dass das Geschäftsmodell von Volkswagen „im Grunde genommen kaputt“ sei, was den Weg für Pläne zum Abbau von 100.000 Arbeitsplätzen und zur Schließung deutscher Werke ebnete. In China setzt VW auf Partnerschaften mit Xpeng und dem staatlichen Konzern SAIC, um seine Marken zu verjüngen, obwohl erste Ergebnisse des Audi E5 Sportback trotz positiver Kritiken verhalten ausfielen.straitstimes+1
Die Herausforderung geht über den Preis hinaus. Deutsche Autohersteller überarbeiten ihre Produkte nach wie vor alle vier Jahre oder später, während chinesische Marken Modelle in nur 18 Monaten erneuern. „Es gibt keinen Weg zurück zu den alten Verhältnissen in dieser Branche“, sagte Xing Zhou, Automobilberater bei AlixPartners. BYD und Xiaomi punkten mit automatisierten Fahrfunktionen, Mobile-First-Entertainment-Systemen und einem Markenauftritt, der bei jüngeren chinesischen Verbrauchern Anklang findet: selbst wenn der Gewinn von BYD im ersten Quartal inmitten des Preiskampfs um 55 Prozent einbrach.economictimes+1