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cnbc+1bloomberg+1forbesRyanair -CEO Michael O'Leary warnte am Donnerstag, dass Flugpreise einen „erheblichen Anstieg“ erleben könnten, falls die Ölpreise bis ins nächste Jahr hoch bleiben, während die Sorte Brent über 100 US-Dollar pro Barrel notierte und die Kerosinkosten die Luftfahrtbranche weiter belasten.
„Wenn die Ölpreise bis ins nächste Jahr hoch bleiben, glaube ich, dass es zu einem erheblichen Anstieg der Flugpreise kommen wird, was wir gerne vermeiden würden“, sagte O'Leary vor Journalisten im Vorfeld der Jahreshauptversammlung der Fluggesellschaft in Dublin laut Reuters. Er fügte hinzu, dass die Preisgestaltung für das Dezember- und März-Quartal „völlig offen“ sei, obwohl Ryanair für den Zeitraum von Juli bis September mit „sehr leicht sinkenden“ Preisen rechnet.cnbc+1
Die Warnung erfolgte vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen im Nahen Osten, die die Energiemärkte in Atem hielten. Die Rohölsorte Brent stieg am Donnerstag laut Bloomberg auf über 102 US-Dollar, den höchsten Intraday-Stand seit dem 22. Mai. Die US-Rohölsorte WTI verteuerte sich um 1,4 % auf 97,4 US-Dollar pro Barrel.bloomberg+1
Für Fluggesellschaften geht die Belastung über die puren Rohölpreise hinaus. Kerosin erreichte am Dienstag 4,04 US-Dollar pro Gallone, was laut Forbes einem Anstieg von 62 % seit Beginn des Iran-Konflikts entspricht. Dieser Preis entspricht etwa 170 US-Dollar pro Barrel und verdeutlicht die erhebliche Kluft zwischen Rohöl- und raffinierten Treibstoffkosten. Der sogenannte Crack-Spread, ein Maß für die Raffineriemargen, hat sich von rund 23 US-Dollar vor dem Konflikt fast verdreifacht.forbes
US-Fluggesellschaften hatten für das dritte Quartal Kerosinpreise zwischen 3,15 und 3,80 US-Dollar pro Gallone prognostiziert, was deutlich unter dem aktuellen Niveau liegt. Die sechs größten US-Fluggesellschaften gaben im vergangenen Quartal zusammen 8,35 Milliarden US-Dollar mehr für Kerosin aus als im gleichen Zeitraum 2025, wie aus den Ergebnissen des zweiten Quartals hervorgeht.forbes
Branchenanalysten sind sich weitgehend einig, dass Reisende, die auf günstigere Flüge in der Feiertagssaison hoffen, kaum fündig werden. Der durchschnittliche Preis für Inlandsflüge im Herbst ist laut Daten von Hopper Technology Solutions im Vergleich zum Vorjahr bereits um 39 % gestiegen.forbes
„Es ist ein Trugschluss zu glauben, dass die Preise sinken und erschwingliches Reisen in den Feiertagen ermöglichen werden“, sagte Katy Nastro, Luftfahrt- und Reisekorrespondentin bei Flighty, gegenüber Forbes. „Ich glaube, wir könnten einen Wendepunkt erreichen, an dem weniger Menschen reisen, weil sie es sich schlicht nicht mehr leisten können.“forbes
Patrick De Haan, Leiter der Analyseabteilung bei GasBuddy, erklärte gegenüber Forbes, dass die geopolitische Unsicherheit die Vorhersage eines Höchststands der Ölpreise immer schwieriger mache. „Wenn vor den Wahlen keine Lösung zustande kommt, könnten wir vor anhaltend hohen Preisen stehen“, sagte er.forbes
Die Auswirkungen beschränken sich nicht auf die USA oder Europa. Fluggesellschaften aus der Golfregion, die von Dubai, Abu Dhabi und Doha aus operieren, verzeichneten in der Hochsaison Preisanstiege von bis zu 30 %, wobei Kerosin auf einigen Langstrecken mittlerweile bis zu 45 % der Gesamtkosten ausmacht. United Airlines -CEO Scott Kirby prognostizierte im vergangenen Monat schrittweise Preiserhöhungen bis ins Jahr 2027.thetraveler+1