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finance.yahoo+1roadandtrack+1oilprice+1Porsche bereitet sich darauf vor, die Produktion seines elektrischen Sportwagen-Flaggschiffs Taycan bis 2030 auslaufen zu lassen. Dies geht aus einem Bericht des Wirtschaftsmagazins WirtschaftsWoche vom Donnerstag hervor und markiert eine Abkehr von den einst ehrgeizigen Elektrifizierungsplänen des Autobauers.finance.yahoo+1
Der Betriebsrat des Unternehmens hat sich laut WirtschaftsWoche unter Berufung auf Unternehmenskreise grundsätzlich mit dem Management darauf geeinigt, die Taycan-Produktion bis zum Ende des Jahrzehnts einzustellen, auch wenn die Vereinbarung noch nicht schriftlich fixiert wurde. Porsche wollte den Bericht nicht direkt kommentieren und verwies stattdessen auf Äußerungen von CEO Michael Leiters in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Juli, in dem er sagte, es gebe "keine Pläne, den Taycan kurzfristig einzustellen".electrek+2
Der 2019 als Porsches erstes vollelektrisches Serienfahrzeug eingeführte Taycan sollte beweisen, dass leistungsstarke Luxusfahrzeuge auf Batterieantrieb umsteigen können. Stattdessen hat sich die Nachfrage drastisch verschlechtert. Porsche lieferte 2023 rund 40 600 Taycan aus, doch die Verkäufe fielen 2024 auf etwa 20 800 und gingen 2025 weiter auf rund 16 300 zurück. Für das erste Halbjahr 2026 meldete das Unternehmen nur etwa 6 000 Auslieferungen.finance.yahoo+1
Der Bericht deutet zudem darauf hin, dass Porsche frühere Pläne aufgegeben hat, die Taycan-Produktion vom Werk Zuffenhausen nach Leipzig zu verlagern. Road & Track merkte an, dass Leiters erklärt habe, Porsche werde eher Taycan-Varianten streichen, als die gesamte Modellreihe sofort einzustellen.globalbankingandfinance+1
Die Schwierigkeiten des Taycan spiegeln die umfassenderen Turbulenzen bei Porsche wider, wo der operative Gewinn im vergangenen Jahr um mehr als 90 Prozent einbrach und Pläne zum Abbau von rund 9 000 Stellen bis 2035 angekündigt wurden. Die Auslieferungen im ersten Halbjahr 2026 fielen insgesamt um 16 Prozent, wobei China, einer der wichtigsten Märkte, einen Rückgang von 32 Prozent verzeichnete.oilprice+1
In einem separaten, aber damit zusammenhängenden Schritt ist Porsche laut einer Mitteilung an die Europäische Kommission vom 5. August aus dem EU-CO₂-Emissionspool der Volkswagen Gruppe ausgestiegen und wird stattdessen für 2026 und 2027 einen offenen Pool mit dem chinesischen Elektroautohersteller Xpeng bilden. Die Vereinbarung verschafft Porsche mehr Flexibilität bei der Einhaltung der Flottenemissionsziele, da das Unternehmen wieder stärker auf Verbrennermodelle setzt, während Xpeng von Einnahmen aus regulatorischen Gutschriften profitiert.electrive+1
Die gesamte deutsche Automobilindustrie steht unter Druck durch eine schwache europäische Nachfrage, US-Zölle, eine langsamer als erwartet verlaufende Einführung von Elektrofahrzeugen und den harten Wettbewerb durch chinesische Rivalen. Für Porsche illustriert die Entwicklung des Taycan, wie schnell sich der Markt für Luxus-Elektroautos verändern kann: von der Flaggschiff-Ambition zur geplanten Einstellung in kaum einem Jahrzehnt.