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reuters+1wwd+1wwdDie Familie von Bernard Arnault hat am Mittwoch einen Plan zur Konsolidierung ihrer Kontrolle über LVMH, den weltweit größten Luxusgüterkonzern, vorgestellt. Dabei soll die Holdinggesellschaft Agache mit Christian Dior verschmolzen und die komplexe Unternehmensstruktur vereinfacht werden.
Im Rahmen des Plans wird Agache mit der Tochtergesellschaft Financière Agache fusionieren, woraufhin die resultierende Einheit in Christian Dior aufgeht. Das Unternehmen wird in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien umgewandelt und in Agache umbenannt, wie aus einer von Reuters zitierten Mitteilung von Dior hervorgeht. Das neue Unternehmen wird direkt 49,76 Prozent des LVMH-Aktienkapitals und 65,55 Prozent der Stimmrechte halten. Bernard Arnault wird weiterhin als geschäftsführender Gesellschafter der verbleibenden Einheit fungieren.reuters+2
Als Teil der Transaktion wird die Familie Arnault ein Barangebot für die 2,44 Prozent der Christian Dior-Aktien unterbreiten, die sie noch nicht über Agache hält. Dieser Anteil hat einen Wert von etwa 1,63 Milliarden Euro. Der Angebotspreis wird auf Basis des Marktpreises der LVMH-Aktien festgelegt, so die Mitteilung von Dior. Aktionäre, die das Angebot ablehnen, können in der neu notierten Agache-Einheit an der Euronext N.V. in Paris investiert bleiben; die Familie plant keinen erzwungenen Rückkauf oder ein Delisting.globalcosmeticsnews+3
Die Abstimmungen der Aktionäre über die Umstrukturierung werden für Dezember erwartet, wobei das Übernahmeangebot vorbehaltlich der Genehmigung durch die französische Finanzmarktaufsicht voraussichtlich im ersten Quartal 2027 starten könnte.wwd+1
Die Umstrukturierung vereinfacht die bisher mehrschichtige Eigentümerstruktur und sorgt für mehr Klarheit bei der langfristigen Unternehmensführung und der künftigen Nachfolge bei LVMH, deren Portfolio mehr als 75 Marken umfasst, darunter Louis Vuitton, Tiffany & Co., Sephora und Moët & Chandon. Agache hält derzeit 96 Prozent der Dior-Aktien und 97,1 Prozent der Stimmrechte sowie eine direkte Beteiligung von 6,77 Prozent an LVMH. Die Familie kontrolliert insgesamt 50,33 Prozent von LVMH und 66,27 Prozent der Stimmrechte.marketscreener+2
Der Schritt erfolgt in einer Zeit, in der die LVMH-Aktie in diesem Jahr um mehr als 38 Prozent gefallen ist. Dies hat die Gruppe ihre Position als wertvollstes Unternehmen Frankreichs gekostet, die nun von L'Oréal gehalten wird, und Arnault aus den Top 10 des Bloomberg Billionaires Index verdrängt. Die Familie hat den Kursrückgang genutzt, um ihren Anteil aufzustocken und im Februar die 50-Prozent-Schwelle überschritten.wwd