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science.nasagreekreporterscience.nasaDas James-Webb-Weltraumteleskop der NASA hat eines seiner bisher größten öffentlichen Bilder aufgenommen: ein weitläufiges Mosaik im nahen Infrarotbereich von IC 348, einer Sternentstehungsregion etwa 1 000 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Perseus. Das Panorama, das die NASA am Dienstag, den 15. September 2026, vorstellte, zeigt nicht nur die turbulente Geburt von Sternen, sondern auch eine Entdeckung, die die Grenzen der Theorie der Sternentstehung auf die Probe stellt: Braune Zwerge, die nur das Zweifache der Masse des Jupiter wiegen.science.nasa
Die Beobachtungen, geleitet von Kevin Luhman von der Pennsylvania State University und Catarina Alves de Oliveira von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA), identifizierten Braune Zwerge mit geschätzten Massen von etwa zwei- bis zehnmal der des Jupiter – die masseärmsten Objekte dieser Art, die jemals gefunden wurden. Einer der leichtesten zeigte zudem einen Infrarotüberschuss, den die Forscher als Beweis für eine umgebende Scheibe interpretieren. Dies wirft die Möglichkeit auf, dass Planeten um ein Objekt entstehen könnten, das selbst kaum schwerer ist als ein Riesenplanet.greekreporter+1
Braune Zwerge nehmen eine unklare Zone zwischen Sternen und Planeten ein. Sie entstehen wie Sterne durch den gravitativen Kollaps von Gaswolken, sammeln aber nie genug Masse an, um eine Wasserstofffusion aufrechtzuerhalten. Die kleinsten Sterne wiegen etwa 8 Prozent der Sonnenmasse; alles, was leichter ist und unabhängig entsteht, wird als Brauner Zwerg klassifiziert.science.nasa
Dasselbe Team hatte bereits 2022 mit Webb Braune Zwerge in IC 348 mit der drei- bis vierfachen Jupitermasse gefunden. Durch den Einsatz von Webbs NIRCam im Jahr 2024 und des NIRSpec-Instruments im Jahr 2025 konnten sie diese Untergrenze noch weiter senken. Mit etwa 0,19 Prozent der Sonnenmasse fordern die neu identifizierten Objekte Modelle heraus, die Schwierigkeiten haben zu erklären, wie der Sternentstehungsprozess derart kleine Körper hervorbringen kann.techeblog+1
Der Nachweis einer Scheibe um einen der leichtesten Braunen Zwerge ist besonders bemerkenswert. Es wird angenommen, dass Planeten in rotierenden Scheiben aus Gas und Staub entstehen. Die Entdeckung einer solchen Scheibe um ein Objekt mit nur der zweifachen Jupitermasse deutet darauf hin, dass der Prozess der Planetenentstehung in einem breiteren Spektrum von Umgebungen ablaufen könnte als bisher angenommen. Die NASA beschreibt dies als eine Möglichkeit und nicht als bestätigte Erkenntnis – die Beweise stammen aus Spektralmessungen, nicht aus direkten Aufnahmen entstehender Planeten.greekreporter+1
Das Mosaik selbst erstreckt sich über 16 mal 20 Bogenminuten und umfasst Protosterne, die Jets in das umgebende Gas ausstoßen und so leuchtende Herbig-Haro-Objekte wie HH 797 und das propellerförmige HH 211 erzeugen. Die Forscher identifizierten zudem ein nicht identifiziertes Kohlenwasserstoffmerkmal in den Spektren der masseärmsten Braunen Zwerge – ein Signal, das nur bei diesen extremen Objekten beobachtet wurde und eine neue Spektralklassifizierung rechtfertigen könnte.techeblog+1
"Dies sind die masseärmsten bekannten Braunen Zwerge", erklärte die NASA, "und ihre Existenz stellt eine Herausforderung für Modelle der Sternentstehung dar".science.nasa