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reuters+1wtvbam+1reutersMaersk A.P. Møller – Mærsk A/S meldete am Donnerstag Ergebnisse für das zweite Quartal, die die Erwartungen weit übertrafen, und hob seine Prognose für das Gesamtjahr zum zweiten Mal im Jahr 2026 an. Grund dafür sind Hafenstaus, starke chinesische Exporte und Störungen durch den Konflikt im Nahen Osten, die die Frachtraten stark in die Höhe getrieben haben.
Der dänische Schifffahrtsriese erzielte für den Zeitraum von April bis Juni ein EBITDA von 3,0 Milliarden Dollar, deutlich über dem Medianwert von 2,12 Milliarden Dollar aus einer Umfrage unter 11 Analysten und ein Anstieg gegenüber 2,30 Milliarden Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn verdoppelte sich von 614 Millionen Dollar im gleichen Quartal 2025 auf 1,3 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 20 Prozent auf 15,8 Milliarden Dollar, wobei das Segment Ocean 10,5 Milliarden Dollar erwirtschaftete, gestützt durch einen Anstieg der durchschnittlichen Frachtraten um 22 Prozent und ein Volumenwachstum von 4,1 Prozent.lloydslist+4
Die Aktie stieg kurz nach Handelsbeginn in Kopenhagen um mehr als 8 Prozent.cnbc
Maersk erwartet nun für das Gesamtjahr 2026 ein zugrunde liegendes EBITDA von 10,5 bis 12,5 Milliarden Dollar, gegenüber einer vorherigen Spanne von 8 bis 10 Milliarden Dollar. Der Ausblick für das zugrunde liegende EBIT wurde von zuvor 2 bis 4 Milliarden Dollar auf 4,5 bis 6,5 Milliarden Dollar angehoben. Das Unternehmen revidierte zudem seine Erwartung für den freien Cashflow von mindestens minus 1,5 Milliarden Dollar auf einen positiven Wert, was auf einen Übergang zu positiver Cash-Generierung hindeutet.ajot+2
Die weltweit zweitgrößte Containerreederei teilte mit, dass sie trotz geopolitischer Unruhen ein globales Wachstum des Containermarktes von etwa 4 Prozent in diesem Jahr erwartet, wobei die chinesischen Exporte der Haupttreiber der Nachfrage seien.wtvbam
CEO Vincent Clerc sagte gegenüber Bloomberg, dass Engpässe – nicht der Konflikt im Nahen Osten selbst – der Hauptgrund für die erhöhten Frachtraten seien. Die Wartezeiten für das Anlegen in Shanghai hätten 12 Tage erreicht, da die gestiegene Nachfrage die chronisch unterinvestierte Infrastruktur in Nordeuropa, Südamerika, Westafrika und China überfordere.bloomberg+1
Störungen im Nahen Osten durch den Krieg zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus und Angriffe der Huthi im Roten Meer ließen die Betriebskosten der Ocean-Sparte um 19 Prozent steigen, wobei die durchschnittlichen Bunkerpreise im Jahresvergleich um 44 Prozent zulegten. Maersk erklärte jedoch, man habe die Auswirkungen durch Maßnahmen zur Kraftstoffeffizienz und die Weitergabe der Kosten an die Kunden ausgeglichen.ajot+1
Maersk leitet derzeit etwa ein Drittel seines normalen Verkehrs durch den Suezkanal oder das Rote Meer, was vier von 13 Diensten betrifft. Clerc sagte, die Bedingungen für eine vollständige Rückkehr im Jahr 2026 seien gegeben, aber das Unternehmen gehe schrittweise vor, um Chaos an den bereits überlasteten Terminals zu vermeiden.ajot
"Diese Stärke könnte bis in das dritte Quartal 2026 anhalten, da die Exporte aus China keine Anzeichen einer Abschwächung zeigen. Der ungelöste Konflikt im Nahen Osten erfordert jedoch weiterhin Vorsicht", so das Unternehmen.wtvbam