Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

press.jal+1cnbc+1journee-mondialeDie globale Luftfahrtbranche ächzt unter der Last stark steigender Kerosinkosten. Fluggesellschaften von Tokio bis Fort Worth melden deutlich schlechtere Ergebnisse, obwohl die Passagiernachfrage anhält und die Umsätze auf Rekordniveau klettern. Die Krise, die auf den Konflikt im Iran und die faktische Schließung der Straße von Hormus zurückgeht, hat Airlines weltweit dazu gezwungen, Flugpläne zu kürzen, Kapazitäten abzubauen und Investoren vor weiteren Belastungen zu warnen.
Japan Airlines gab am Montag bekannt, dass der Nettogewinn im ersten Quartal des Geschäftsjahres im Jahresvergleich um 80 Prozent auf 5,35 Milliarden Yen fiel. Ursache waren ein Anstieg der Treibstoffausgaben um 18,7 Prozent aufgrund hoher Kerosinpreise und die anhaltende Abwertung des Yen. JAL ist die neueste Fluggesellschaft im asiatisch-pazifischen Raum, die entsprechende Verluste offenlegt. ANA Holdings hatte wenige Tage zuvor bei einem Anstieg der Treibstoffkosten um 78 Prozent einen Rückgang des Nettogewinns im ersten Quartal um 15 Prozent gemeldet.press.jal+2
American Airlines teilte Investoren Ende Juli mit, dass die Treibstoffausgaben im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 2,2 Milliarden Dollar oder 83 Prozent gestiegen sind, obwohl die Fluggesellschaft einen Rekordquartalsumsatz von 16,7 Milliarden Dollar erzielte. Das Betriebsergebnis fiel um 61 Prozent auf 446 Millionen Dollar. Damit lag die bereinigte Betriebsmarge von American bei nur 2,7 Prozent, weniger als ein Drittel der 8,8 Prozent von Delta Air Lines . American senkte zudem seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2026 und erwartet nun ein Ergebnis zwischen einem Verlust von 65 Cent pro Aktie und einem Gewinn von 65 Cent pro Aktie.ts2+2
Der Preisanstieg bei Treibstoff geht auf die Schließung der Straße von Hormus zurück, über die vor dem Konflikt im Iran schätzungsweise 40 Prozent der europäischen Kerosinimporte transportiert wurden. Reuters berichtete im Mai, dass die Störung die globalen Handelsströme für Kerosin umgeleitet hat. Das Beratungsunternehmen Wood Mackenzie warnte, dass die Preise an den wichtigsten Drehkreuzen auf nahezu 300 Dollar pro Barrel steigen könnten, sollte die Situation bis Ende 2026 anhalten. Der Jet Fuel Monitor des internationalen Luftfahrtverbandes IATA wies für die Woche bis zum 31. Juli einen weltweiten durchschnittlichen Kerosinpreis von 158,77 Dollar pro Barrel aus, was einem Anstieg von 76,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.journee-mondiale+3
Die IATA, die mehr als 370 Fluggesellschaften vertritt, halbierte im Juni ihre Gewinnprognose für die Branche im Jahr 2026 nahezu auf 23 Milliarden Dollar und erklärte, dass die Fluggesellschaften weltweit in diesem Jahr einen Treibstoffkostenanstieg von 100 Milliarden Dollar verkraften müssen. Laut Cirium wurden allein aus den Flugplänen für Mai 2026 rund 13.000 Flüge und zwei Millionen Sitzplätze gestrichen, wobei die Flughäfen Istanbul und München die stärksten Kürzungen verzeichneten. Im Zeitraum von Juni bis September wurden insgesamt etwa 9,3 Millionen Sitzplätze gestrichen.reuters+4
Die IATA rechnet für 2026 nun nur noch mit einem weltweiten Passagierwachstum von 2,1 Prozent, was eine erhebliche Verlangsamung gegenüber den Vorjahren darstellt. Der Druck auf die Ticketpreise ist vor Ort bereits spürbar: Die Tarife für die Economy Class zwischen den VAE und Indien sind für Ende August auf bis zu 3.705 Dirham für einen Hinflug gestiegen. Reisebüros berichten, dass Urlaubsbuchungen nahezu vollständig ausgeblieben sind.emmepress+1
Die Aktien von American Airlines stiegen am Montag kräftig, nachdem Washington einen geplanten Angriff auf den Iran abgesagt hatte. Dies ließ die Rohölpreise sinken und verschaffte einer Branche eine kurze Atempause, in der, wie Finanzvorstand Devon May einräumte, "die aktuelle Treibstoffkurve unsere kurzfristigen Erwartungen gedämpft hat".ts2