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tikr+1benzingatikrDie Aktien von ASML Holding fielen am Montag, dem 14. September, um rund 7 Prozent und schlossen bei 1.575,15 US-Dollar an der Nasdaq sowie bei etwa 1.387,80 Euro an der Euronext Amsterdam. Auslöser war ein Essay von Anthropic-CEO Dario Amodei, der eine bewusste Verlangsamung der KI-Entwicklung forderte. Sam Altman von OpenAI und Elon Musk unterstützten den Vorschlag öffentlich, was die Sorge verstärkte, dass ein gemäßigteres Tempo bei KI-Investitionen die Nachfrage nach den fortschrittlichen Chip-Produktionsanlagen, die ASML monopolisiert, verringern könnte.tikr+2
Der Ausverkauf traf Chiphersteller auf breiter Front. Der Philadelphia Semiconductor Index verzeichnete seine schlechteste Sitzung seit Juli, wobei Applied Materials und Lam Research jeweils um etwa 6 Prozent fielen, während der breitere S&P 500 und der Nasdaq Composite nur um etwa 0,3 beziehungsweise 0,2 Prozent nachgaben. Morgan Stanley senkte unterdessen das Kursziel für ASML aus Bewertungsgründen von 1.930 Euro auf 1.700 Euro.ad-hoc-news+1
Trotz des Kursrückgangs bekräftigten mehrere Wall-Street-Häuser ihre positive Einschätzung. Bernstein-Analyst David Dai behielt sein Buy-Rating mit einem Kursziel von 2.500 Euro bei. Am selben Tag des Ausverkaufs veröffentlichten JPMorgan-Analysten eine Notiz nach einem Treffen mit Finanzvorstand Roger Dassen. Demnach prüft ASML Wege, um im Jahr 2028 mehr als 110 EUV-Lithografiemaschinen zu produzieren, gegenüber mindestens 80 geplanten Einheiten für 2027. "Das Management gab an, dass die Nachfrage weiterhin sehr, sehr stark ist", hieß es in der Notiz von JPMorgan. Die meisten neuen Aufträge seien nun für die Auslieferung im Jahr 2028 bestimmt, und der Hauptengpass des Unternehmens sei die Montagegeschwindigkeit, nicht die Lieferkette.marketscreener+2
JPMorgan merkte zudem an, dass Intel voraussichtlich 2027 wieder "ein bedeutender Kunde" werde, während Musks geplantes Terafab sich als neuer Kunde "entwickelt".investing
Der Kern des Ausverkaufs liegt im Spannungsfeld zwischen den Fundamentaldaten von ASML und der Marktunsicherheit über zukünftige KI-Investitionen. Bei der Bekanntgabe der Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 im Juli meldete ASML einen Nettoumsatz von 9,3 Milliarden Euro – über dem oberen Ende der Prognose – bei einer Bruttomarge von 54 Prozent und hob den Ausblick für den Jahresumsatz auf 43 bis 45 Milliarden Euro an. Dassen erklärte Analysten, das Unternehmen sei "jetzt fast vollständig mit Aufträgen für Low-NA EUV" für 2027 abgedeckt und habe bereits Bestellungen bis ins Jahr 2028 erhalten.tikr
CEO Christophe Fouquet bekräftigte diesen Ausblick letzte Woche beim Spatenstich für ein neues Werk in den Niederlanden. "Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass wir am Ende des KI-Booms stehen", sagte er gegenüber Reuters. Die EUV-Maschinen von ASML, die jeweils etwa 200 Millionen US-Dollar kosten, sind bis 2027 ausverkauft, während die High-NA-Tools der nächsten Generation im Wert von 400 Millionen US-Dollar bereits Produktionszusagen von Samsung, SK Hynix und TSMC erhalten haben – alle zielen auf eine Einführung zwischen 2028 und 2030 ab.economictimes
Der nächste Test steht am 14. Oktober an, wenn ASML die Ergebnisse für das dritte Quartal vorlegt. Das Management stellte einen Nettoumsatz von 11 bis 12 Milliarden Euro und eine Bruttomarge von 55 bis 57 Prozent in Aussicht. Sollten die Auftragseingänge stabil bleiben und die Kommentare zur Abdeckung für 2027 bis 2028 intakt sein, wird der Ausverkauf als stimmungsbedingte Neubewertung einer Aktie erscheinen, die zuvor mit etwa dem 49-fachen des Gewinns gehandelt wurde. Sollte sich der Ton jedoch abschwächen, werden die Sorgen des Marktes über einen langsameren KI-Ausbau erneut auf den Prüfstand gestellt.tikr