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tekediamufgresearchfinimize+1Der japanische Yen verlor am Donnerstag weiter an Boden gegenüber dem Dollar und driftete in Richtung 157,70 ab, nachdem die historische gemeinsame Intervention von USA und Japan in der vergangenen Woche das Währungspaar USD/JPY am Montag kurzzeitig auf 155,20 gedrückt hatte. Das Währungspaar hat nun etwa zwei große Figuren von seinem Tiefstand nach der Intervention wieder gutgemacht, was das bekannte Muster unterstreicht, dass Interventionen ohne nachhaltige politische Folgemaßnahmen an Wirkung verlieren.mufgresearch+2
Neue Daten von MUFG Research enthüllten das Ausmaß der spekulativen Positionierung vor der Intervention. Japanische Devisen-Privatanleger hatten im Juni eine rekordverdächtige implizite Short-Position in USD/JPY von 17,65 Milliarden Dollar aufgebaut, die größte jemals verzeichnete, während das Paar stieg und Händler auf offizielle Maßnahmen spekulierten. Die Position überstieg die wahrscheinliche Gesamtgröße der Intervention selbst.mufgresearch
Die institutionelle Positionierung zeichnete ein anderes Bild. Short-Positionen auf den Yen unter Vermögensverwaltern, institutionellen Anlegern und gehebelten Fonds lagen laut IMM-Daten nahe ihrem Rekord von 2024. Diese Kombination bedeutete, dass die Intervention institutionelle Short-Positionen unter Druck setzte, während japanische Privatanleger, die bereits auf die Bewegung positioniert waren, wahrscheinlich zu aktiven Käufern von USD/JPY bei fallenden Kursen wurden, was die Wirkung der Intervention einschränkte.mufgresearch
Der Dollar-Index hielt sich nahe einem Sechs-Wochen-Tief, da mehrere Gegenwinde zusammenkamen. Die Unterstützung von US-Finanzminister Scott Bessent für einen stärkeren Yen und seine allgemeineren Kommentare, dass auch der Renminbi unterbewertet sein könnte, signalisierten laut MUFG eine subtile Verschiebung hin zu einer Dollar-Abwertung gegenüber asiatischen Währungen. Nachlassende Spannungen mit dem Iran nach dem, was Präsident Trump als sehr gute Gespräche bezeichnete, sowie sinkende Rohölpreise schwächten die Nachfrage nach dem Greenback als sicheren Hafen weiter ab.tekedia+1
Analysten betonten jedoch, dass eine Intervention allein das fundamentale Zinsgefälle zwischen den USA und Japan nicht überwinden kann. Jeremy Stretch, Leiter der G10-Devisenstrategie bei CIBC Capital Markets, bezeichnete die Aktion als nichts weiter als eine Eindämmungsübung, solange keine aggressivere Straffung durch die Bank of Japan, reduzierte Zinserwartungen der Fed oder niedrigere Ölpreise folgen.tekedia
Die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich nun auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, wobei Ökonomen in einer Reuters-Umfrage mit etwa 80 000 neuen Stellen und einer stabilen Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent rechnen. Ein schwaches Ergebnis könnte die Zinserwartungen der Fed verschieben und das Zinsgefälle verringern, das Carry-Trades attraktiv gehalten hat, was dem Yen potenziell dauerhaftere Unterstützung bieten könnte als jede einzelne Interventionsmaßnahme. Das Treffen der Bank of Japan am 17. und 18. September wird ebenfalls zunehmend als potenzieller Wendepunkt angesehen, wobei Investoren auf weitere Zinserhöhungen nach dem Schritt vom Juni auf ein 31-Jahres-Hoch bei den Kreditkosten achten.finimize+1