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businessupturncnbcjapantimesJapans Finanzministerin Satsuki Katayama erklärte, dass Tokio in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten über die Devisenmarktentwicklungen stehe und beide Länder bereit seien, bei zunehmender Währungsvolatilität weitere Maßnahmen zu ergreifen. Die Äußerungen, die nur wenige Tage nach einer historisch koordinierten Intervention fielen, unterstreichen, wie sehr sich Washington und Tokio angesichts der anhaltenden Yen-Schwäche in ihrer Wechselkurspolitik abgestimmt haben.
Die jüngsten Signale folgen auf ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches Ereignis an den Devisenmärkten. Am 3. August bestätigte das japanische Finanzministerium, dass es am 31. Juli eine gemeinsame Yen-Kaufoperation mit dem US-Finanzministerium durchgeführt hatte. Dies war die erste koordinierte Währungsintervention zwischen den USA und Japan, seit beide Länder nach dem Erdbeben von 2011 gemeinsam gehandelt hatten. Der Yen war auf fast 164 pro Dollar gefallen, den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren, bevor die Operation einen Teil dieser Verluste wieder wettmachen konnte.nytimes+2
US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte die Aktion und erklärte, das Finanzministerium werde nicht zögern, sich an weiteren gemeinsamen Interventionen zu beteiligen. Katayama schloss sich dieser Sprache an und erklärte, Japan werde nicht zögern, in Zukunft weitere koordinierte Eingriffe vorzunehmen. Daten der Zentralbank deuten darauf hin, dass Japan im Vorfeld und während der gemeinsamen Operation zweistellige Milliardenbeträge für den Kauf von Yen ausgegeben haben könnte.aljazeera+4
Die Entscheidung der USA zur Teilnahme war teilweise durch die Sorge vor Spillover-Effekten auf die amerikanischen Anleihemärkte motiviert. Japan ist einer der größten ausländischen Halter von US-Staatsanleihen, und ein ungeordneter Ausverkauf des Yen drohte Tokio dazu zu zwingen, Bestände an Staatsanleihen zu liquidieren, um Dollar zu beschaffen, was die US-Renditen in die Höhe treiben könnte. Japan kündigte zudem Pläne an, eine Kreditfazilität der Federal Reserve für künftige Interventionen zu nutzen, was es ermöglicht, Dollar gegen die Verpfändung von Staatsanleihen zu leihen, anstatt diese direkt zu verkaufen.ancora+1
Analysten der Bank of America revidierten ihre Yen-Prognose für das Jahresende auf 149 pro Dollar und merkten an, dass die US-Beteiligung die traditionelle Beschränkung durch Japans begrenzte Devisenreserven effektiv aufhebt. CNBC Comcast Corporation berichtete, dass die Intervention über das konventionelle Devisenmanagement hinausging, da die Bilanzen zweier Staaten koordiniert eingesetzt wurden, um die Marktpsychologie zu beeinflussen.cnbc+1
Katayama betonte, dass Wechselkursbewegungen primär die wirtschaftlichen Fundamentaldaten widerspiegeln sollten und nicht spekulativen oder ungeordneten Handel. Sie merkte an, dass eine übermäßige Währungsvolatilität Unternehmen, Handel und die Kaufkraft der Haushalte negativ beeinflussen könne – ein Refrain, den japanische Beamte während des gesamten Jahres 2026 angesichts der Yen-Schwäche wiederholt haben.businessupturn+2
Trotz des anfänglichen Erfolgs der Intervention, den Yen von seinen 40-Jahres-Tiefs wegzubewegen, bleiben Investoren vorsichtig, ob die Gewinne Bestand haben werden. Das Wall Street Journal News Corp berichtete, dass ein nachhaltiger Anstieg des Yen-Wertes noch nicht erreicht sei, auch wenn die gemeinsame Aktion ein Unterstützungsniveau nahe 160 pro Dollar etabliert habe. Vorerst haben Beamte in beiden Hauptstädten klargestellt, dass sie die Lage genau beobachten und bereit sind, erneut zu handeln.cnbc+2