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seewsj+1reuters+2Die Societe Generale hat prognostiziert, dass der Goldpreis bis zum zweiten Quartal 2027 die Marke von 5 000 Dollar pro Unze erreichen wird. Als Haupttreiber für die anhaltende Rallye des Edelmetalls nennt die Bank die wieder anziehenden Käufe der Zentralbanken sowie eine erneuerte Nachfrage nach ETFs.see
Die französische Bank rechnet mit einem durchschnittlichen Goldpreis von 4 500 Dollar pro Unze im Jahr 2026 und 5 125 Dollar im Jahr 2027. Dabei soll der Preis im vierten Quartal dieses Jahres 4 750 Dollar erreichen, bevor er im dritten Quartal des nächsten Jahres auf 5 250 Dollar klettert. Der Ausblick erfolgt in einer Phase, in der Gold bei etwa 4 380 Dollar notiert, deutlich unter seinem Rekordhoch von über 5 500 Dollar im Januar, aber gestützt durch eine nach Einschätzung der Bank strukturelle Nachfrage.discoveryalert+2
Die Prognose der Societe Generale basiert auf einer Wiederbelebung des sogenannten "Debasement Trade", bei dem geopolitische Fragmentierung und Sorgen um die fiskalische Glaubwürdigkeit der USA die Zentralbanken dazu veranlassen, Gold anzuhäufen und gleichzeitig das Engagement in US-Staatsanleihen zu reduzieren. Laut Branchendaten kauften Zentralbanken im zweiten Quartal 2026 rekordverdächtige 289 Tonnen.see+1
Dieser Trend wurde im Juni offiziell bestätigt, als die Europäische Zentralbank mitteilte, dass Gold US-Staatsanleihen als weltweit wichtigste Reserveanlage überholt hat. Ende 2025 entfielen 27 Prozent der globalen Zentralbankreserven auf Gold, gegenüber 20 Prozent im Vorjahr. US-Staatsanleihen fielen im gleichen Zeitraum auf 22 Prozent.wsj+1
Die globalen Bestände in Gold-ETFs sind wieder auf etwa 3 000 Tonnen gestiegen, was die Societe Generale als Beleg für eine wiederauflebende institutionelle Nachfrage wertet. Die Bank erwartet zudem, dass die Realzinsen im weiteren Verlauf des geldpolitischen Zyklus sinken werden, was die Opportunitätskosten für das Halten von Gold reduziert, während ein schwächerer Dollar zusätzlichen Rückenwind liefert.see
Die Societe Generale ist damit keineswegs allein. Die UBS prognostizierte im August, dass Gold in der ersten Jahreshälfte 2027 die 5 000-Dollar-Marke erreichen würde, während RBC Capital Markets Anfang September erklärte, dass Gold bis Ende 2026 auf 5 000 Dollar und 2027 auf 5 300 Dollar steigen sollte, getrieben durch "Unsicherheit, Entdollarisierung und Sorgen um die Geldentwertung". J.P. Morgan Chase & Co. vertritt eine deutlich aggressivere Sicht und prognostiziert 6 000 Dollar bis zum vierten Quartal 2026.reuters+2
Die Societe Generale merkte an, dass Gold selbst bei Anleiherenditen von nahezu 5 Prozent attraktiv bleibe, da die höheren Kreditkosten selbst die Sorgen über die Fähigkeit der Regierungen widerspiegeln, ihre Schuldenlast zu bewältigen. Das Congressional Budget Office erwartet, dass das US-Haushaltsdefizit über 6 Prozent des BIP bleiben wird, während die Nettozinsausgaben bis Mitte der 2030er Jahre voraussichtlich 5 Prozent des BIP erreichen werden.see
Die Bank hat ihr Modellportfolio entsprechend angepasst, hält eine Goldquote von 10 Prozent aufrecht und schlägt eine Abkehr von der traditionellen 60/40-Aufteilung zwischen Aktien und Anleihen zugunsten eines 60/20/20-Mixes aus Aktien, Anleihen und Rohstoffen vor.see