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bloomberg+1reuters+1bloombergSchwellenländer-Anleihen erleben ein herausragendes Jahr und übertreffen ihre Pendants aus den Industrieländern. Grund dafür ist ein wiederbelebter „Dollar-Abwertungshandel“, der Anleger weg vom Greenback und hin zu Schwellenländerwährungen und lokalen Schuldtiteln zieht. Fondsmanager sind überzeugt, dass die Rally noch weiteres Potenzial hat, obwohl ein heftiger Ausverkauf bei Staatsanleihen aus Industrieländern die Renditen auf Mehrjahreshöchststände getrieben hat.
Angetrieben wird dieser Wandel durch die wachsende Besorgnis über die Haushaltslage der USA. Schwellenländer-Anleihen legten in diesem Jahr parallel zu Gold und Bitcoin zu, da Anleger nach Alternativen zum Dollar suchen. Sie befürchten, dass die US-Währung angesichts des wachsenden Defizits an Kaufkraft verlieren wird. Bloomberg berichtete am 30. August, dass „ein glänzendes Jahr für Schwellenländer-Anleihen noch besser werden dürfte, da die Rückkehr des ‚Dollar-Abwertungshandels‘ die Zuflüsse in diese Anlageklasse verstärkt“.thestar+1
Dieser Trend ist nicht neu: Ein schwächerer Dollar war historisch gesehen stets Rückenwind für Schwellenländer-Anlagen, da er die Last der auf Dollar lautenden Schulden verringert und den lokalen Zentralbanken mehr Spielraum verschafft. Doch das Ausmaß des Ausverkaufs bei Anleihen aus Industrieländern in diesem Sommer hat den Kontrast verschärft. Die Renditen des US-Treasury iShares 20+ Year Treasury Bond ETF sowie die Kreditkosten von Deutschland bis Japan haben aufgrund von Inflationssorgen und explodierenden Staatsschulden Mehrjahreshöchststände erreicht oder sich diesen genähert.reuters+3
Was viele Beobachter überrascht hat, ist, dass die Turbulenzen in den Industrieländern keine Krise in den Schwellenländern ausgelöst haben. Der New-Economy-Newsletter von Bloomberg stellte am 5. September fest, dass der Anleihen-Ausverkauf „keine Schwellenländerkrise ausgelöst hat“, was die verbesserten Fundamentaldaten dieser Anlageklasse unterstreicht. In früheren Zyklen führten sprunghaft steigende US-Renditen oft zu Kapitalflucht aus den Schwellenländern, doch dieses Mal haben Haushaltsdisziplin und Disinflation in vielen Entwicklungsländern als Puffer gewirkt.bloomberg+2
State Street Global Advisors wies darauf hin, dass Schwellenländer-Anleihen in Hartwährung Anfang 2026 positive Renditen erzielten, gestützt durch die Verengung der staatlichen Spreads auf Mehrjahrestiefs, während Lokalwährungsanleihen von der Dollarschwäche und hohen Realrenditen profitierten.ssga
Vermögensverwalter, darunter die von Allianz Global Investors und Invesco , starteten mit der Erwartung in das Jahr, dass eine anhaltende Dollarschwäche die Zuflüsse in Schwellenländer-Anleihen stützen würde. Der EM-Anleihen-ETF von VanEck zeigte sich anhaltend robust, mit einem Carry von 6,19 % und einer Rendite bis zur Fälligkeit (Yield to Worst) von nahe 6,88 % zur Jahresmitte. Da die Debatte über das US-Defizit keine Anzeichen einer Lösung zeigt und die Renditen in den Industrieländern hoch bleiben, scheinen die Argumente für Schwellenländer-Anleihen sowohl als Renditechance als auch als Absicherung gegen den Dollar-Verfall stichhaltig zu sein, zumindest vorerst.vaneck+4