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cryptonews+1cryptonews+1thestreet+1Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat am 7. August neun nicht registrierte Kryptobörsen in Moskau geschlossen und mehr als 20 Personen festgenommen. Es handelt sich um den ersten großen Zugriff dieser Art, nachdem Präsident Wladimir Putin nur wenige Tage zuvor ein umfassendes Gesetz über digitale Vermögenswerte unterzeichnet hatte.thestreet+2
Die Razzien richteten sich gegen Wechselstuben im Finanzdistrikt Moskau City. Die Behörden werfen den Betreibern vor, durch Telefonbetrug von russischen Bürgern erbeutetes Geld in Kryptowährung umgewandelt und anschließend auf Konten ukrainischer Koordinatoren überwiesen zu haben.cryptonews+1
Laut einer Erklärung des FSB ging das Betrugsnetzwerk schrittweise vor. Die Opfer der Telefonbetrügereien, darunter viele Rentner, wurden von kriminellen Callcentern in dauerhaftem Kontakt gehalten und befolgten detaillierte Anweisungen, ohne das Ausmaß der Transaktionen zu begreifen. Kuriere im Alter von 18 bis 25 Jahren holten das Bargeld bei den Opfern ab und brachten es zu den Kryptobörsen, wo die Betreiber das Geld für den Transfer ins Ausland in Krypto-Assets umtauschten.cointribune+1
Der FSB teilte mit, dass viele der auf den Kryptobörsen Beschäftigten aus verschiedenen russischen Regionen remote angeworben worden waren und kaum Finanzwissen besaßen, gelockt von Versprechen über schnelles Geld. Das russische Innenministerium hat Strafverfahren wegen Betrugs eingeleitet, worauf bis zu zehn Jahre Haft stehen.cryptonews+2
Die Razzia erfolgte weniger als eine Woche, nachdem Putin am 4. August Russlands neues Gesetz über digitale Vermögenswerte unterzeichnet hatte. Dieses schafft einen regulierten Rahmen für Kryptobörsen, Broker, Verwahrer und andere Marktteilnehmer. Die Kernbestimmungen treten am 1. September 2026 in Kraft, die vollständige Umsetzung ist für den 1. September 2027 vorgesehen.cryptonews+1
Dem Gesetz zufolge müssen sich Krypto-Wechselstuben in ein staatliches Register eintragen lassen und ein Mindestkapital von 15 Millionen Rubel vorweisen. Für Kleinanleger gilt eine jährliche Kaufobergrenze von 300.000 Rubel pro Intermediär. Zudem bleibt das Verbot bestehen, die Kryptowährung Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel für inländische Zahlungen zu nutzen. Grenzüberschreitende Handelsabwicklungen mit digitalen Vermögenswerten sind hingegen gestattet.thestreet+1
Das harte Durchgreifen signalisiert, dass die russischen Behörden die Grenze zwischen dem künftigen regulierten Markt und unbefugten Aktivitäten strikt durchsetzen wollen, noch bevor die Registrierungsanforderungen verpflichtend werden.