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miragenews+1miragenewsmiragenews+1Forscher der UC San Diego und des Rady Children's Institute for Genomic Medicine haben gezeigt, dass eine personalisierte Gentherapie, die auf individuelle genetische Mutationen zugeschnitten ist, Anfälle drastisch reduzieren und bei Kindern mit einer schweren Form der Epilepsie neue Entwicklungsschritte ermöglichen kann. Die Ergebnisse, die am 21. Juli 2026 in Nature Medicine veröffentlicht wurden, zeigten, dass ein 14-jähriger Patient eine Reduktion der Anfallshäufigkeit um 90 Prozent erreichte und mit 15 Jahren erstmals selbstständig laufen konnte.miragenews+1
Die SCN2A-assoziierte entwicklungsbedingte epileptische Enzephalopathie ist eine seltene Erkrankung, die durch spontane Mutationen im SCN2A-Gen verursacht wird, welches den Natriumionenfluss in Neuronen steuert. Herkömmliche Antiepileptika sind oft wirkungslos, da sie die zugrunde liegende genetische Ursache nicht adressieren.miragenews
Das internationale Team unter der Leitung der Hauptprüferin Olivia Kim-McManus entwickelte kurze synthetische DNA-Moleküle, sogenannte allel-selektive Antisense-Oligonukleotide (ASOs). Diese wurden so konzipiert, dass sie die spezifische krankheitsverursachende Mutation jedes Kindes erkennen und ausschalten, während die funktionelle Kopie des Gens intakt bleibt. Die ASOs wurden über zwei Jahre hinweg alle zwei bis drei Monate unter Narkose direkt in die Rückenmarksflüssigkeit injiziert, im Rahmen von zwei separaten n-von-1 klinischen Studien.miragenews
"Die Therapie ist gezielt darauf ausgelegt, die genetische Diagnose des Einzelnen zu adressieren", sagte Kim-McManus, außerordentliche Professorin für Neurowissenschaften an der UC San Diego School of Medicine und Direktorin des Rady Precision Therapeutics Neuro-Interventional Program.miragenews
Die beiden teilnehmenden Kinder waren zu Beginn der Studien neun und 14 Jahre alt. Der jüngere Patient, der zuvor fast täglich Anfälle hatte, erlebte einen Rückgang der Anfallshäufigkeit um 26 Prozent. Der ältere Patient verzeichnete eine Reduktion um 90 Prozent und erreichte schließlich Phasen ohne Anfälle. Beide Patienten konnten einige Antiepileptika reduzieren oder absetzen und zeigten Verbesserungen in Sprache, Motorik, sensorischer Verarbeitung und adaptivem Verhalten, bei gleichzeitigem Rückgang autismusähnlicher Verhaltensweisen.miragenews
Während des zweijährigen Zeitraums wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen oder ASO-bedingten unerwünschten Ereignisse gemeldet.insideprecisionmedicine+1
Da die Therapie die Genexpression modifiziert, ohne den genetischen Code dauerhaft zu verändern, sind wiederholte Dosierungen erforderlich. Als die Fähigkeit des älteren Patienten, selbstständig zu laufen, vor der nächsten geplanten Dosis nachließ, passten die Forscher die Frequenz mit FDA-Genehmigung an. "Seitdem läuft er selbstständig", sagte Kim-McManus.miragenews
An der Studie waren Kooperationspartner von Ionis Pharmaceuticals , der n-Lorem Foundation, dem Rush University Medical Center, dem Boston Children's Hospital und der University of Melbourne beteiligt; sie wurde teilweise vom California Institute for Regenerative Medicine finanziert.miragenews
Kim-McManus erklärte, der Ansatz könne als Modell dienen, um personalisierte Genetik schnell in Behandlungen für viele andere Krankheiten zu übersetzen, die durch Mutationen in einzelnen Genen verursacht werden. "Es ist wie eine Science-Fiction-Idee aus Star Trek", sagte sie. "Aber jetzt, da wir auf der anderen Seite stehen und Sicherheit sowie Wirksamkeit nachgewiesen haben, verbreitet sich die Idee über die akademische Welt hinaus in die Pharma- und Biotech-Industrie."miragenews