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finance.yahoofinance.yahoo+1reuters+1Unter großen Wall-Street-Banken herrscht in dieser Woche Konsens darüber, dass der weltweite Mangel an Speicherchips, von Morgan Stanley als "Chipflation" bezeichnet, als mehrjähriger Belastungsfaktor bestehen bleiben wird. Dies treibt Unternehmen dazu an, Hardwarekäufe zu beschleunigen, und veranlasst Regierungen zu milliardenschweren Förderprogrammen.
Morgan-Stanley-Analyst Erik Woodring schrieb am Dienstag in einer Notiz, dass Unternehmen die Chipflation nun als strukturelles Problem und nicht mehr als vorübergehenden Versorgungsengpass betrachten. "Anstatt Hardwarekäufe hinauszuzögern, bis die Preise sinken, priorisieren oder beschleunigen Unternehmen nun den Kauf von PCs, Servern und Speichersystemen, um sich günstige Preise zu sichern und Lieferengpässe zu begrenzen, die sogenannte 'Fear of Missing Procurement'", so Woodring.finance.yahoo
JPMorgan -Stratege Jay Kwon schloss sich der Warnung in einer separaten Notiz am Montag an und schrieb, dass der Chipmangel noch mindestens zwei Jahre anhalten werde. "Die Nachfrage nach Speicherchips, die sich von GPUs auf CPUs ausweitet, scheint von Investoren unterschätzt worden zu sein", schrieb Kwon.finance.yahoo
Woodring sieht weiteres Aufwärtspotenzial bei Hardware-Unternehmen, insbesondere bei Hewlett Packard Enterprise , Pure Storage, TD Synnex und Lenovo . Er warnt jedoch gleichzeitig, dass sich Hardware-Aktien seit Anfang 2025 insgesamt mehr als verdoppelt haben und zu historisch hohen Bewertungen gehandelt werden.finance.yahoo
Sumit Sadana, Chief Business Officer bei Micron , bekräftigte die angespannte Versorgungslage am Montag auf dem KeyBanc Capital Markets Technology Leadership Forum. Sadana sagte, das Kalenderjahr 2027 werde voraussichtlich noch angespannter als 2026, wobei Micron nur etwa die Hälfte der Anfragen seiner Rechenzentrumskunden erfüllen könne. Das Unternehmen meldete für das letzte Quartal eine operative Marge von 81 Prozent und hat 16 strategische Kundenvereinbarungen mit verbindlichen Abnahmeklauseln bis 2030 unterzeichnet.ad-hoc-news
David Goeckeler, CEO der SanDisk Western Digital Corporation , äußerte sich bei der Bilanzvorlage letzte Woche ähnlich: "Wir haben jetzt eine Sichtweite von über vier Jahren. Wir sind sehr zuversichtlich, was die Stärke unseres Geschäfts angeht".finance.yahoo
Südkorea kündigte am Montag einen Halbleiterfonds in Höhe von 5 Billionen Won (3,5 Milliarden Dollar) an, der auf Chipmaterialien, Komponenten und fabless-Unternehmen abzielt, wie Reuters berichtet. Stabschef Kang Hoon-sik erklärte, die Regierung werde zudem weitere 5 Billionen Won an Handelsfinanzierungen für exportorientierte Zulieferer bereitstellen. Die Ankündigung erfolgte Tage nachdem SK Hynix bekannt gab, 54 Billionen Won in den Bau von zwei neuen Fabriken zu investieren, wobei der erste Reinraum voraussichtlich erst im Dezember 2028 eröffnet wird.reuters+1
Das Ausmaß der staatlichen und unternehmerischen Reaktion unterstreicht die von TrendForce prognostizierte Investitionswelle in KI-Infrastruktur, die bei den neun größten Cloud-Anbietern bis 2026 auf 886,7 Milliarden Dollar und bis 2027 auf etwa 1,3 Billionen Dollar ansteigen soll.straitstimes