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mashable+1ppcgizmodo+1LG Electronics hat eine formelle globale Stellungnahme veröffentlicht, in der das Unternehmen bestreitet, dass seine Smart TVs kontinuierlich Umgebungsgeräusche aufzeichnen und Nutzerdaten sammeln. Damit reagiert der Konzern auf eine virale, zweistündige Untersuchung des Technikportals Gamers Nexus vom 7. September, die Millionen von Aufrufen generierte und weitreichende Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auslöste.
In einer auf seiner Website veröffentlichten und an Medien übermittelten Erklärung teilte LG mit, dass seine Smart TVs "nicht kontinuierlich Gespräche der Nutzer aufzeichnen oder übertragen". Die Spracherkennung werde nur aktiviert, wenn ein Nutzer eine Sprachtaste auf der Fernbedienung drücke oder ein unterstütztes Aktivierungswort sage. "Audio, das zur Erkennung des Aktivierungsworts verwendet wird, wird lokal auf dem Fernseher verarbeitet. Wenn kein Aktivierungswort erkannt wird, wird das Audio nicht in Text umgewandelt, gespeichert oder übertragen", so das Unternehmen.mashable+2
Der Bericht von Gamers Nexus, der in Zusammenarbeit mit Level1Techs und dem Firmware-Forscher MrBruh erstellt wurde, untersuchte vier im Handel erhältliche LG-Geräte mit dem Betriebssystem webOS. Die Forscher stellten fest, dass ein einzelner Fernseher 38 Geräte im lokalen Netzwerk erfasste, einschließlich Anzeigenamen, MAC-Adressen, interner IP-Adressen und Signalstärken – eine Praxis, die LG gegenüber Tom's Hardware als "Standardfunktion" bestätigte.ppc
Die Untersuchung ergab, dass pro Fernseher monatlich etwa vier Gigabyte an Inhaltsdaten übertragen wurden. Zudem wurden Sprachtranskripte identifiziert, die als Klartext in RAM-Disk-Protokollen gespeichert wurden, wobei ein Aufnahmefenster noch 10 bis 15 Sekunden nach Ende des Gesprächs aktiv blieb. Die Forscher berichteten von einer nutzbaren Audioaufnahme aus Entfernungen von über 12 Metern und in einigen Konfigurationen sogar um Ecken herum aus 18 bis 21 Metern Entfernung. Es wurden vier Audiopfade identifiziert, die den Mikrofon-Schalter vollständig umgehen, darunter USB-Webcams, das Mikrofon der Fernbedienung, HDMI-Audio und ein Feedback-Mikrofon.ppc
LG betont, dass Funktionen wie die automatische Inhaltserkennung (ACR), Spracherkennung und interessenbasierte Werbung optional sind und eine Zustimmung erfordern. Das Unternehmen räumte ein, dass bei aktivierter ACR Audio-Fingerprinting zur Zielgruppensegmentierung genutzt wird und Sehdaten an die mehrheitlich eigene Werbetochter LG Ad Solutions sowie an Drittanbieter weitergegeben werden. LG gestand ein, dass diese Datenübertragungen nach geltendem Datenschutzrecht rechtlich als "Verkauf" oder "Weitergabe" persönlicher Informationen für gezielte Werbung eingestuft werden könnten.channelnews+1
Kritiker weisen auf die vorsichtige Wortwahl von LG hin. Wie Gizmodo anmerkte, ist der Begriff "kontinuierlich" etwas irreführend, da der ursprüngliche Bericht zeigte, dass ein LG-Fernseher Umgebungsgespräche noch lange nach dem Ende der Interaktion transkribierte. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass die Deaktivierung der Datenerfassung das Navigieren durch mehrere Einstellungen erfordert – Pocket-lint dokumentierte fünf separate Schritte – und dass die Zustimmung in etwa 22.300 Wörtern rechtlicher Dokumente während der Ersteinrichtung versteckt ist. Lillian Edwards, Professorin an der Newcastle University, erklärte gegenüber TechRadar, dass "Menschen bei einer schnellen Einrichtung oft Dingen zustimmen, die sie nicht vollständig verstehen – sie wollen einfach nur, dass das Gerät funktioniert".gizmodo+1
Die Stellungnahme von LG ging nicht auf die Speicherung der Klartext-Transkripte oder frühere Ergebnisse der Spur-Forschung ein, die Proxy-Software-Entwicklungskits in etwa 43 Prozent der getesteten webOS-Anwendungen identifizierte.ppc