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fxstreet+1bullionvault+1fxstreet+1Die Goldpreise sind am Freitag kräftig gefallen, nachdem das US-Arbeitsministerium (Bureau of Labor Statistics) einen Zuwachs der Beschäftigtenzahlen außerhalb der Landwirtschaft um 162.000 im August gemeldet hatte. Dies entspricht fast dem Dreifachen der Wall-Street-Konsensprognose von rund 56.000 Stellen. Die Daten weckten die Erwartung einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Fed auf ihrer September-Sitzung und machten einen Großteil der zweitägigen Erholung bei den Edelmetallen zunichte.fxstreet+1
Der Spot-Goldpreis fiel auf rund 4.400 US-Dollar pro Unze zurück und verlor im Tagesverlauf etwa 1,5 %, nachdem er am Donnerstag kurzzeitig über 4.500 US-Dollar gestiegen war. Das Edelmetall rutschte innerhalb weniger Minuten nach der Veröffentlichung auf bis zu 4.367 US-Dollar ab, bevor es sich leicht erholte. Auch Silber gab nach und fiel unter die Marke von 65 US-Dollar pro Unze.bullionvault+1
Die Arbeitsmarktdaten für August überraschten die Märkte kalt. Der für Juli zunächst gemeldete Rückgang um 23.000 Stellen wurde nach oben korrigiert und weist nun einen Zuwachs von 21.000 aus. Auch die Zahlen für Juni wurden nach oben korrigiert, sodass sich die Schätzungen insgesamt um mehr als 50.000 Stellen erhöhten. Die Arbeitslosenquote verharrte stabil bei 4,1 %.fxstreet+1
Der Bericht folgte nur einen Tag nach Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller, die vom Markt als weniger falkenhaft interpretiert wurden. Er sagte, er sehe "endlich erste Anzeichen einer Desinflation" und das "aktuelle Zinsniveau könnte uns wieder zu einer Inflation von 2 % führen". Waller warnte jedoch auch: "Sollte die Inflation heiß ausfallen, würde ich eine Zinserhöhung in Betracht ziehen."bullionvault+1
Händler an der Terminbörse CME schätzten die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September wieder auf rund 60 %, nachdem sie am Donnerstag noch bei etwa 50 % gelegen hatte. Die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihen testete erneut die Marke von 4,81 %, ihren höchsten Stand seit Ende 2023, während sich der US-Dollar-Index nach einem Wochentief am Vortag wieder auf rund 99,20 erholte.fxstreet+1
Die Arbeitsmarktdaten trafen auf ein Umfeld erhöhter Energiepreise und geopolitischer Spannungen im Nahen Osten. Rohöl der Sorte Brent notierte weiterhin über 95 US-Dollar pro Barrel, während WTI über 92 US-Dollar lag. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus war nach den jüngsten militärischen Scharmützeln zwischen den USA und dem Iran nach wie vor eingeschränkt. Die Analysten von OCBC warnten, dass "höhere Ölpreise ein zweiseitiges Risiko darstellen, wenn sie sich auf die Inflationserwartungen und Renditen auswirken."kitco+1
Die US-Aktien-Futures gaben nach der Veröffentlichung nach, da sich die Anleger auf längerfristig höhere Zinsen einstellten, wenngleich sich Technologiewerte vergleichsweise stabil hielten.kitco
Die Märkte richten ihren Blick nun auf den am 11. September anstehenden Verbraucherpreisindex für August als nächsten entscheidenden Datenpunkt vor der Fed-Sitzung im September. Die Analysten von OCBC merkten an, dass "die Verbraucher- und Erzeugerpreise der nächsten Woche entscheidender dafür sein dürften, ob der jüngste Desinflationstrend ausreicht, um die Fed zu einer Pause zu bewegen."fxstreet
Für den Goldpreis bleibt die kurzfristige Entwicklung ein Spagat zwischen der Nachfrage nach sicheren Häfen aufgrund geopolitischer Risiken und dem Abwärtsdruck durch steigende Renditen und einen stärkeren Dollar: Ein Spannungsverhältnis, das sich durch den Arbeitsmarktbericht deutlich zugunsten Letzterer verschoben hat.kitco