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reutersqz+1reutersStellantis befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen mit dem chinesischen Technologiekonzern Huawei und der JAC Group, um eine langfristige Industriepartnerschaft zur Wiederbelebung der angeschlagenen Luxusmarke Maserati zu schließen, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen am Freitag gegenüber Reuters erklärten. Die Gespräche, über die zuerst die italienische Finanzzeitung Milano Finanza berichtete, konzentrieren sich auf die Integration von Huaweis Harmony Intelligent Mobility Plattform in Maserati-Fahrzeuge. Das erste gemeinsam entwickelte Modell soll bis Ende nächsten Jahres in Produktion gehen.qz+1
Maserati lieferte 2025 weniger als 8.000 Fahrzeuge aus und verzeichnete einen bereinigten operativen Verlust von 198 Millionen Euro (230 Millionen Dollar), was den tiefen Fall der hundertjährigen italienischen Marke unterstreicht. Die Marke wird im Dezember ihre eigene langfristige Sanierungsstrategie vorstellen.reuters+1
Der vorgeschlagene Deal sieht für jeden Partner eine klare Rolle vor. Maserati würde die Fahrzeugkonfiguration und den internationalen Vertrieb leiten, Huawei die digitale Architektur und Konnektivität liefern, während JAC für Entwicklung und Fertigung zuständig wäre. Die Partnerschaft könnte auch eine Doppelmarkenstrategie umfassen, bei der die Fahrzeuge in China unter der Luxusmarke Maextro von JAC und in anderen Märkten unter dem Namen Maserati verkauft werden.clubalfa+1
Die Maserati-Gespräche fügen sich in eine umfassendere Neuausrichtung von Stellantis-CEO Antonio Filosa ein, der bereits Anfang des Jahres Fertigungskooperationen als zentrale Säule der Strategie des Automobilherstellers identifizierte. Filosa hat bereits Produktionspartnerschaften mit den chinesischen Gruppen Leapmotor und Dongfeng als Teil eines 60 Milliarden Euro schweren Geschäftsplans bis 2030 angekündigt. Er betonte, ein neuer Maserati-Deal würde die Produktion in den italienischen Werken in Cassino und Modena ankurbeln, wo die Unterauslastung der Anlagen hohe Fixkosten verursacht.qz+1
Wichtige Details sind noch ungeklärt, darunter die Frage, ob die Produktion in China, Italien oder an beiden Standorten stattfinden würde. Stellantis gab eine zurückhaltende Stellungnahme ab und erklärte, das Unternehmen führe weltweit Gespräche mit einer Reihe von Branchenakteuren zu verschiedenen Themen, stets mit dem Ziel, Kunden die besten Mobilitätsoptionen zu bieten. Huawei und JAC reagierten nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.reuters+1