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phys+1space+1phys+1Die NASA und die Europäische Weltraumorganisation haben ein beeindruckendes neues Bild des Hubble-Weltraumteleskops veröffentlicht, das eine massive "Superblase" in einem Nebel der Großen Magellanschen Wolke enthüllt, einem der nächsten galaktischen Nachbarn der Milchstraße.
Das am 3. September veröffentlichte Bild zeigt den Nebel LHA 120-N44 im Sternbild Schwertfisch, etwa 160.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. In seinem Zentrum befindet sich ein riesiger Hohlraum, die Superblase, die etwa 210 mal 140 Lichtjahre misst – ein Hohlraum, der so groß ist, dass er die Entfernung zwischen unserer Sonne und Pluto um ein Vielfaches übertrifft.space+1
Wissenschaftler gehen davon aus, dass die im Zentrum des Hohlraums gruppierten Sterne für dessen Entstehung verantwortlich sind. Durch starke Sternwinde und Supernova-Explosionen haben diese Sterne einen Großteil des Gases, aus dem sie entstanden sind, verdrängt. Dieses verdrängte Gas wurde dann zu einer dichten, staubigen Hülle um die Blase herum komprimiert, die nun als farbenfroher Rand um den dunklen zentralen Hohlraum sichtbar ist.siliconrepublic+1
In dieser komprimierten Gashülle bilden sich weiterhin neue Sterne, was N44 zu dem macht, was die NASA als "einen hochaktiven Geburtsort für Sterne" beschreibt. Astronomen haben zuvor einen möglichen Altersunterschied von fünf Millionen Jahren zwischen den Sternen innerhalb der Superblase und denen, die sich an ihrem Rand bilden, festgestellt.siliconrepublic
Das Bild stammt aus dem Hubble-Beobachtungsprogramm #14689 unter der Leitung des Hauptuntersuchers Gouliermis, das eine Bestandsaufnahme der Sternpopulation von N44 durchführte. Hubble katalogisierte fast eine halbe Million Sterne innerhalb und um den Haufen, von denen etwa 30.000 Sterne vor der Hauptreihe sind – junge Objekte, die in ihren Kernen noch nicht mit der Fusion von Wasserstoff zu Helium begonnen haben.phys+1
Der tiefblaue Bereich unten rechts in der Superblase markiert eines der heißesten Gebiete des Nebels und den Ort seiner intensivsten Sternentstehung. Eine separate, kleinere Blase, bekannt als N44F, ist in der oberen rechten Ecke des Bildes sichtbar, die durch die Sternwinde eines einzelnen heißen, massereichen Sterns aufgeblasen wurde.siliconrepublic+1
N44 erstreckt sich über insgesamt etwa 1.000 Lichtjahre und gilt als Emissionsnebel, was bedeutet, dass sein Gas durch ultraviolette Strahlung von nahegelegenen massereichen Sternen angeregt wurde. Wenn das ionisierte Gas abkühlt, setzt es Energie frei, die den Nebel zum Leuchten bringt und die lebendigen Farben im Hubble-Porträt erzeugt.space+1
Astronomen nutzen die Daten, um zu verstehen, wie lange der Prozess vom Kollaps kalter Gaswolken zu dichten Knoten bis zum Moment der Zündung der Kernfusion im Inneren eines neugeborenen Sterns dauert. Da die Große Magellansche Wolke relativ arm an Elementen ist, die schwerer als Helium sind – Bedingungen, die denen von Galaxien im frühen Universum ähneln –, eröffnen Hubbles Beobachtungen der masseärmsten Sterne von N44 ein Fenster zur Sternentstehung unter Bedingungen, die einst im gesamten Kosmos herrschten.phys