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bloombergbloomberg+1bloomingbitGlobale Pensionskassen und Versicherer haben ihre Absicherungen gegen einen schwächeren Dollar auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt sinken lassen. Dies bereitet den Boden für potenzielle Währungsverluste und eine Rückkopplungsschleife, die den Verfall der US-Währung weiter verschärfen könnte.
Institutionelle Anleger in sechs Märkten: Japan, Kanada, Taiwan, Australien, Dänemark und Finnland, sicherten zum 30. Juni nur 41 % ihres Fremdwährungsrisikos ab, verglichen mit 56 % im Jahr 2020, wie aus Bloomberg-Berechnungen vom 3. September hervorgeht. Dies ist der niedrigste Stand seit mindestens 2015. Damit sind einige der weltweit größten Halter von US-Vermögenswerten Wechselkursschwankungen ausgesetzt, während der Dollar an Boden verliert.bloomberg+1
Der Rückgang der Absicherungen war gewollt. In den Jahren der Dollar-Stärke steigerte der Verzicht auf Absicherungen die Renditen, da Anleger sowohl von steigenden Vermögenspreisen als auch von einer stärkeren Währung profitierten. Höhere US-Realzinsen machten Absicherungen zudem teurer, was die Fonds dazu veranlasste, darauf zu verzichten.bloomingbit+1
Doch da der Dollar nun schwächelt: Der Bloomberg Dollar Spot Index fiel im dritten Quartal bis zum 3. September laut Korea Economic Daily um 2,1 %, hat sich das Blatt gewendet. Australien wies mit 27 % die niedrigste Absicherungsquote auf, gefolgt von Kanada mit 38 %, Taiwan mit 43 %, Japan mit 46 %, Dänemark mit 49 % und Finnland mit 51 %.bloomberg+1
Sollten die Anleger in diesen sechs Märkten ihre Absicherungsquoten um nur 5 Prozentpunkte erhöhen, würde dies laut Bloomberg-Schätzungen Verkäufe von Dollar-Futures im Wert von rund 230 Milliarden US-Dollar erfordern: ein Volumen, das groß genug ist, um den Verfall der Währung zu beschleunigen. Shoki Omori, Chefstratege der Deutschen Bank , warnte, dass sich die Bedingungen heute von denen im Jahr 2013 unterscheiden, als die Absicherungsquoten das letzte Mal so niedrig waren. Er verwies auf weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan und die geringere Toleranz der Versicherer gegenüber Währungsschwankungen. Eric Nelson, Devisenstratege bei Wells Fargo , erklärte, dass eine stärkere Absicherung den Verfall des Dollars kurzfristig beschleunigen könnte, wenngleich die Geldpolitik wohl den längerfristigen Kurs bestimmen werde.finance.biggo+2
Koreanische institutionelle Anleger stehen vor einem ähnlichen Problem. Die dortige Versicherungsbranche hat die Absicherungsquoten Berichten zufolge bei großen Unternehmen auf 80 % und bei kleineren auf unter 50 % sinken lassen. Der staatliche Pensionsfonds Südkoreas NPS hob seine Ziel-Absicherungsquote im April von 10 % auf 15 % an, doch mehr als 85 % seines Auslandsportfolios bleiben ungesichert. Stuart Simmons, Leiter Multi-Asset-Lösungen beim australischen Vermögensverwalter QIC, betonte, dass Anleger überdenken sollten, ob das Halten von 70 % der Fremdwährungsanlagen in Dollar weiterhin eine effektive Risikomanagement-Strategie darstellt.bloomberg+1