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reuters.com.safety4sea.com+1.reuters.com.Öl aus dem Persischen Golf fließt wieder, doch der Transport zu den Käufern ist mittlerweile deutlich teurer als früher. Der am Mittwoch, den 14. Oktober, veröffentlichte Ölmarktbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) für Oktober zeigt, dass die Rohölexporte aus der Golfregion im September fast wieder das Vorkriegsniveau erreicht haben. Der Bericht stellte zudem fest, dass rekordhohe Tankerraten die Rohöllieferkosten in die Höhe getrieben und die Raffineriemargen geschmälert haben. Der Engpass hat sich von der Produktion auf den Transport verlagert, und importabhängige Länder zahlen am meisten.gcaptain.com
Die Produzenten am Golf, angeführt von Saudi-Arabien, steigerten die Rohölexporte im September um 4,4 Millionen Barrel pro Tag auf 13,9 Millionen Barrel pro Tag, was mehr als 75 Prozent des Vorkriegsniveaus entspricht. Die Gesamtflüsse durch die Straße von Hormus stiegen auf 10,9 Millionen Barrel pro Tag, unterstützt durch Schiff-zu-Schiff-Transfers im Golf von Oman. Die Agentur warnte, dass eine neue Welle von Angriffen auf die regionale Energieinfrastruktur und den Tankerverkehr weitere Zuwächse zunichtemachen könnte.iea.org
Die Frachtkosten für sehr große Rohöltanker vom Persischen Golf nach Asien erreichten Anfang Oktober etwa 36 Dollar pro Barrel, mehr als das Fünffache des Vorkriegsniveaus. Die Frachtkosten auf der Route von der US-Golfküste nach China überstiegen 37 Dollar pro Barrel, was die Ersparnisse asiatischer Raffinerien durch den Umstieg auf US-Rohöl begrenzt. Infolgedessen wurden die Margen für asiatische Raffinerien, die mittelschweres Rohöl verarbeiten, im September negativ. Die europäischen Dieselmargen fielen von etwa 100 Dollar pro Barrel auf rund 60 Dollar Anfang Oktober.safety4sea.com+1
Reuters Thomson Reuters Corporation berichtete, dass der Supertanker Esteem Explorer Ende November etwa 2 Millionen Barrel Rohöl von den USA nach Japan zu Kosten von 81 Millionen Dollar transportieren wird. Die gleiche Reise kostete im vergangenen Jahr durchschnittlich 9,1 Millionen Dollar. Das entspricht 40,50 Dollar pro Barrel, etwa das Neunfache des Vorjahreswertes. Basierend auf Daten der LSEG London Stock Exchange Group plc macht die Fracht nun mehr als 40 Prozent des Preises für US-Öl aus, verglichen mit einem Durchschnitt von 7 Prozent im Jahr 2025.gcaptain.com+1
Angriffe auf Schiffe im Zusammenhang mit dem US-Iran-Krieg und dem Russland-Ukraine-Krieg haben sowohl die Fracht- als auch die Versicherungsraten in die Höhe getrieben. Die Schiffe nehmen zudem längere Routen, was die Tanker länger bindet. OPEC+-Minister erklärten, dass die Fracht- und Versicherungskosten nun mehr als ein Drittel des Wertes des transportierten Öls und Kraftstoffs ausmachen.logisticsmanager.com+1
Kenneth Medlock vom Baker Institute der Rice University schätzte, dass jeder Anstieg der Frachtkosten um 10 Dollar pro Barrel den Benzinpreis um etwa 23 Cent pro Gallone erhöht. Er sagte, dass importabhängige Länder wie Indien, die Philippinen und Indonesien die größte Last tragen. "Je länger sich das hinzieht, desto hartnäckiger wird es", sagte er und beschrieb die Auswirkungen "im Supermarkt, im Kiosk und im Einkaufszentrum".gcaptain.com
Tankerbesitzer haben unterdessen auf Rundreisen vom Golf nach Asien bis zu 1,3 Millionen Dollar pro Schiff und Tag verdient, verglichen mit durchschnittlich 55.000 Dollar im Jahr 2025. Erik Broekhuizen von Poten & Partners sagte, dass "sobald sich der Rohölmarkt entspannt, die Tankerraten schnell wieder sinken werden".gcaptain.com