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carnewschina+1globaltimes+1finance.biggo+1General Motors hat bestätigt, dass Chevrolet keine Neuwagen mehr auf dem chinesischen Binnenmarkt verkaufen wird. Damit endet eine 21-jährige Marktpräsenz, in der die Marke einst mehr als 760.000 Fahrzeuge pro Jahr im Land verkaufte. Die Entscheidung, die von GM China am 10. August bestätigt wurde, richtet den chinesischen Fertigungsstandort der Marke neu aus: Er wird künftig als Export-Hub für Märkte im Nahen Osten, in Afrika, Südamerika, Mexiko und im Asien-Pazifik-Raum dienen.carnewschina+1
Chevrolet trat 2005 in den chinesischen Markt ein und erreichte 2014 mit einem jährlichen Absatz von rund 767.000 Einheiten, angetrieben von Modellen wie dem Cruze, seinen Höhepunkt. Der Rückgang begann um 2018 und wurde durch den umstrittenen Wechsel zu Dreizylindermotoren, den raschen Aufstieg einheimischer chinesischer Automobilhersteller und die sprunghaft steigende Nachfrage nach Elektro- und Hybridfahrzeugen beschleunigt. Bis 2025 fiel der Jahresabsatz unter 9.000 Einheiten, und im ersten Halbjahr 2026 verkaufte Chevrolet im Inland nur noch 36 Fahrzeuge, wie aus Berichten unter Berufung auf Händlerdaten hervorgeht.voi+3
GMs Joint-Venture-Partner SAIC Motor wird weiterhin Chevrolet-Fahrzeuge in seinen chinesischen Werken bauen, doch die Produktion wird ins Ausland geliefert. Daten des chinesischen Pkw-Verbands (CPCA) zeigen, dass die Chevrolet-Exporte aus China im ersten Halbjahr 2026 mit 6.930 Einheiten ein Plus von 6,9 % gegenüber dem Vorjahr erreichten. In den Jahren 2024 und 2025 überstiegen die Exporte von Chevrolet bereits den Binnenabsatz und erreichten laut dem staatlichen Sender China National Radio, den die Global Times zitiert, 17.159 beziehungsweise 15.917 Einheiten.globaltimes+2
Der Schritt erfolgt kurz nachdem GM und SAIC eine 20-jährige Verlängerung ihres Joint Ventures bis 2047 unterzeichnet haben, wie CNBC am 4. August als erstes berichtete. Im Rahmen der erneuerten Partnerschaft planen die Unternehmen, bis 2030 mindestens 30 neue Elektro- und Hybridmodelle auf den Markt zu bringen und die Elektrifizierungsbemühungen auf dem chinesischen Binnenmarkt auf die Marken Cadillac und Buick zu konzentrieren.cnbc+1
"Wir sehen enorme Chancen, über China hinauszugehen und uns dem Weltmarkt zu stellen", sagte John Roth, Executive Vice President von GM Global und Präsident von GM China. Zhang Xiang, Generalsekretär der International Intelligent Vehicle Engineering Association, erklärte gegenüber der Global Times, dass Chinas vollständige automobile Lieferkette und Kostenvorteile das Land zu einer natürlichen Exportbasis für ausländische Autokonzerne machen, deren Verbrenner-Verkäufe im Inland schrumpfen.carnewschina+2
GM erklärte, man werde weiterhin den Kundendienst für mehr als 7,5 Millionen bestehende Chevrolet-Besitzer in China aufrechterhalten. Das Händlernetz bleibe in Betrieb und die Ersatzteilversorgung sei unbeeinträchtigt. Der Rückzug fügt sich in ein breiteres Muster ein: Ausländische Marken ziehen sich zunehmend aus dem chinesischen Pkw-Markt zurück, während einheimische Wettbewerber wie BYD die Wettbewerbslandschaft durch eine rasche Elektrifizierung neu gestalten.tiktok+2