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investinglive+1investinglivecentralbankDie Bank of Japan hat am Montag die Zusammenfassung der Meinungen ihrer geldpolitischen Sitzung vom 30. bis 31. Juli veröffentlicht. Sie enthüllt einen gespaltenen Rat bei der Frage, ob das Tempo der Zinserhöhungen beschleunigt werden sollte, da sich die zugrundeliegende Inflation dem 2-Prozent-Ziel annähert. Mindestens ein Mitglied argumentierte, dass das Tempo der Zinsanhebungen angesichts steigender Aufwärtsrisiken für die Preise letztlich schneller ausfallen könnte, als die Märkte derzeit erwarten.cnbc+1
Die BOJ beließ die Zinsen auf ihrer Juli-Sitzung mit einer Entscheidung von 8 zu 1 Stimmen unverändert bei 1 Prozent. Ratsmitglied Hajime Takata stimmte dagegen und schlug eine Anhebung um 25 Basispunkte auf 1,25 Prozent vor. Die Zusammenfassung der Meinungen zeigt, dass die Kluft tiefer war, als das Abstimmungsergebnis vermuten lässt. Eine Meinung besagte, es sei angemessen, den Leitzins angesichts der Verzögerung von etwa einem bis anderthalb Jahren bis zum Wirksamwerden einer Zinserhöhung unverändert zu belassen. Eine andere vertrat die Ansicht, dass die Rahmenbedingungen weiterhin locker genug seien, um die Zinsen weiter anzuheben.investinglive+1
Eine weitere Meinung ging noch weiter und deutete an, dass das Tempo der Straffung die derzeitige Marktpreisgestaltung übertreffen könnte. Die Mitglieder beschrieben die Risiken für den Preisausblick angesichts von Japans positiver Produktionslücke und der KI-getriebenen Nachfrage als „deutlich nach oben gerichtet“.investinglive
Laut den Mitgliedern wird erwartet, dass die zugrundeliegende VPI-Inflation zwischen der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2026 und dem Geschäftsjahr 2027 ein Niveau erreicht, das weitgehend mit dem 2-Prozent-Ziel vereinbar ist. Es wird erwartet, dass inländische Vertriebs- und Verpackungskosten gegen Frühherbst eine erneute Beschleunigung der Verbraucherpreisanstiege antreiben werden.investinglive
Die Spannungen im Nahen Osten spielten in der Diskussion eine prominente Rolle. Die Mitglieder merkten an, dass sich die Rohöl- und Naphthapreise gegenüber ihren Höchstständen im April abgeschwächt hatten, was teilweise auf verzögerte Tanker bei der Ausfahrt aus dem Persischen Golf zurückzuführen war. Sie warnten jedoch, dass sich die Angebotstage wieder verengen könnte, wenn sich der Konflikt in der Straße von Hormus verschärft.investinglive
Die Märkte reagieren bereits auf die falkenhaften Untertöne. Laut Central Bank Watch liegt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung auf der Sitzung am 17. September bei fast 46 Prozent, während die Oktober-Sitzung eine implizite Wahrscheinlichkeit von etwa 77 Prozent für einen Zinsschritt nach oben aufweist. Die Rendite zweijähriger japanischer Staatsanleihen stieg laut Reuters vergangene Woche aufgrund wachsender Wetten auf eine frühe Zinserhöhung deutlich an, und das Yen/Dollar-Paar EUR/JPY spiegelte die sich ändernden Erwartungen wider. Die nächste Gelegenheit zum Handeln bietet sich der BOJ auf ihrer September-Sitzung. Öffentliche Äußerungen von Notenbankchef Kazuo Ueda in der Zwischenzeit dürften auf weitere Signale hin analysiert werden.marketscreener+1