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acea+1acea+1acea+1Europas führende Autohersteller haben eine eindringliche Warnung an die EU-Führung gerichtet und fordern eine Verschiebung der Post-Brexit-Regelungen, die ab Januar 2027 die meisten zwischen Großbritannien und der EU gehandelten Elektrofahrzeuge mit einem Importzoll von 10 Prozent belegen würden. Der europäische Automobilherstellerverband (ACEA) erklärte in einem Schreiben an die Europäische Kommission und die EU-Mitgliedstaaten, dass die Anforderungen von europäischen Fahrzeugherstellern nicht rechtzeitig erfüllt werden können.acea
Der Streit dreht sich um die Ursprungsregeln des Handels- und Kooperationsabkommens zwischen der EU und Großbritannien. Diese sehen vor, dass 55 Prozent des Fahrzeugwerts, 70 Prozent der Batteriepacks und 65 Prozent der Batteriezellen aus Großbritannien oder der EU stammen müssen, damit Fahrzeuge zollfrei gehandelt werden können. Da Großbritannien nicht zum EU-Binnenmarkt gehört, würden die meisten in Großbritannien hergestellten E-Autos diese Schwellenwerte verfehlen und mit einem sofortigen Zoll von 10 Prozent belegt werden.just-auto+2
Laut ACEA wird die EU im Jahr 2027 voraussichtlich 520.000 elektrische Pkw und Transporter nach Großbritannien exportieren, mit einem geschätzten Wert von 17,9 Milliarden Euro. Der Verband warnte, dass 82 Prozent dieser Exporte die Ursprungsregeln nicht erfüllen würden, was allein im Jahr 2027 zu Zollkosten von rund 1,47 Milliarden Euro führen würde. Die Financial Times News Corp , die zuerst über das Schreiben berichtete, beschrieb, wie Autohersteller die potenziellen Auswirkungen als "katastrophal" bezeichneten.ft+1
Die ursprüngliche Frist für die strengeren Regeln war 2024, doch die EU und Großbritannien einigten sich auf eine dreijährige Verschiebung, nachdem Hersteller argumentiert hatten, sie bräuchten mehr Zeit für den Aufbau heimischer Batterielieferketten. Diese Verlängerung läuft Ende 2026 aus, und Branchenführer geben an, dass sich die Situation kaum verbessert hat. Die europäische Abhängigkeit von China bei wichtigen E-Auto-Komponenten, insbesondere Batterien, bleibt bei Herstellern auf beiden Seiten des Ärmelkanals weit verbreitet.trade+1
ACEA hat vorgeschlagen, eine flexiblere Regelung, die auf der Montage von Batteriepacks basiert, bis Ende 2029 beizubehalten, bevor ab 2030 strengere Lokalisierungsanforderungen für Batteriezellen und ab 2032 für Kathodenmaterial eingeführt werden. Ein ähnlicher phasenweiser Ansatz könnte für schwere Nutzfahrzeuge gelten, wenn auch mit einem längeren Zeitplan.acea
Der Ruf nach einem Aufschub kommt zu einer Zeit, in der europäische Automobilhersteller einem intensiven Wettbewerb durch chinesische E-Auto-Produzenten ausgesetzt sind, die von großen Produktionskapazitäten und niedrigeren Kosten profitieren. Volkswagens ID.4 hat beispielsweise einen deutlich höheren Preis als vergleichbare chinesische Modelle wie der BYD Seal U Hybrid. Die EU hat bereits Antisubventionszölle von bis zu 45 Prozent auf chinesische Elektroautos verhängt, und Brüssel drängt Peking nun dazu, auch die Exporte von Hybridfahrzeugen freiwillig zu begrenzen.arenaev
Branchenverbände auf beiden Seiten des Kanals haben gewarnt, dass Hersteller ohne eine weitere Verschiebung ihre Wettbewerbsfähigkeit auf den jeweiligen Märkten verlieren könnten, was genau die E-Auto-Lieferkette untergraben würde, die durch die Regeln eigentlich gefördert werden soll.chamber-international+1