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reutersreuters+1reutersDie Preise für Neubauten in China sind im August erneut gesunken. Dies setzt eine Schwächephase fort, die die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt unter Druck setzt, während die politischen Entscheidungsträger darum ringen, den jahrelangen Abschwung am Immobilienmarkt zu stoppen.
Die Preise für neue Wohnungen fielen im August um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat und entsprachen damit dem Rückgang von Juni und Juli, wie aus Berechnungen von Reuters auf Basis der am Dienstag veröffentlichten Daten des nationalen Statistikamtes hervorgeht. Auf Jahresbasis sanken die Preise um 3,0 Prozent, was eine leichte Verbesserung gegenüber dem Rückgang von 3,2 Prozent im Juli darstellt und das langsamste Jahrestempo in diesem Jahr markiert.reuters+1
Die Daten kamen zeitgleich mit einer Reihe weiterer Indikatoren, die auf anhaltenden Stress im Sektor hindeuten: Immobilienverkäufe, Investitionen und Baubeginne fielen in den ersten acht Monaten des Jahres 2026 stark, wobei die Immobilieninvestitionen im Jahresvergleich um 19,9 Prozent einbrachen. Die Kredite der Haushalte, einschließlich Hypotheken, schrumpften im August um 202,9 Milliarden Yuan (30,2 Milliarden Dollar), nachdem sie im Juli bereits um 460,3 Milliarden Yuan zurückgegangen waren.wionews+1
Die Entwicklung verlief landesweit uneinheitlich. In den Metropolen Beijing, Shanghai, Guangzhou und Shenzhen stiegen die Preise für Neubauten im August gegenüber Juli um 0,1 Prozent und beendeten damit den monatlichen Abwärtstrend, während Städte der zweiten und dritten Kategorie weiter an Boden verloren. Auch die Wiederverkaufspreise in den Top-Städten zeigten eine leichte Verbesserung.realty.economictimes.indiatimes+1
"Der Rückgang der Immobilienpreise im Jahresvergleich in allen Städtekategorien schwächt sich weiter ab, was zeigt, dass der bisherige anhaltende Abwärtstrend eingedämmt wurde", sagte Zhang Dawei, Chefanalyst bei Centaline Property, laut Reuters. Er warnte jedoch, dass eine breite landesweite Erholung angesichts saisonaler Gegenwinde kurzfristig unwahrscheinlich sei.reuters
Beijing hat im vergangenen Monat eine Reihe von Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes eingeführt, darunter die Verlängerung der maximalen Hypothekenlaufzeit von 30 auf 40 Jahre und das Bestreben, Entwickler vom Vorverkaufsmodell abzubringen, das zu Protesten von Hauskäufern geführt hatte. Analysten erklärten, diese Schritte seien darauf ausgelegt, das Vertrauen langfristig wieder aufzubauen, dürften aber die Wohnungsnachfrage kurzfristig kaum spürbar verbessern.realty.economictimes.indiatimes+1
Das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im zweiten Quartal auf 4,3 Prozent, und die Daten vom Dienstag deuten auf eine anhaltende Abhängigkeit von der externen Nachfrage hin, um den schwachen Binnenkonsum auszugleichen.reuters
Oxford Economics senkte am Dienstag in einer Forschungsnotiz seine Prognosen. "Wir gehen nun davon aus, dass der Abschwung am Wohnungsmarkt über den aktuellen Fünfjahresplan hinaus anhalten wird und sich die Wohnungsbauinvestitionen erst 2031 erholen werden", schrieb Sheana Yue, Senior Economist bei dem Unternehmen. "Eine proaktivere politische Reaktion ist zunehmend erforderlich, um die Binnennachfrage wiederzubeleben." Oxford Economics senkte die Wachstumsprognose für 2027 auf 4,3 Prozent und verwies dabei auf die anhaltende Belastung durch den Immobiliensektor.reuters