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bloombergreuters+1oodaloopDie notleidenden Staats- und Öl-Anleihen Venezuelas stiegen diese Woche auf ein Viermonatshoch, während Investoren das umfassende Ölabkommen der Trump-Administration bewerteten. Doch ein trübes Schuldenbild, einschließlich der Milliardenforderungen Chinas, dämpft die Euphorie über eine vollständige Umstrukturierung.
Präsident Trump gab am 28. August bekannt, dass die Vereinigten Staaten die Mehrheitskontrolle über mehr als 65 Milliarden Barrel der nachgewiesenen Rohölreserven Venezuelas gesichert haben. In einem Factsheet des Weißen Hauses wurde dies als "der größte Öldeal der Weltgeschichte" bezeichnet. Die Vereinbarung gewährt der in Barbados ansässigen Firma North American Blue Energy Partners 100-jährige Entwicklungsrechte für 17 Ölfelder, während das Office of Strategic Capital des US-Kriegsministeriums einen Anteil von 35 Prozent übernimmt.fdd+2
Venezuelas Staatsanleihen mit Fälligkeit 2027 wurden diese Woche laut Bloomberg-Daten bei etwa 54 Cent pro Dollar gehandelt. Unter Berücksichtigung der unbezahlten Zinsen würden Anleihegläubiger jedoch weniger als ein Drittel ihrer Forderungen zurückerhalten. Der Kursanstieg verstärkte sich, nachdem Chevron am 2. September ankündigte, über fünf Jahre mehr als 7 Milliarden Dollar zu investieren, um die venezolanische Produktion von derzeit etwa 280.000 Barrel auf rund 600.000 Barrel pro Tag zu verdoppeln.bloomberg+3
Das Ausmaß der venezolanischen Verpflichtungen übersteigt den Optimismus der Anleihepreise bei weitem. Die Republik und der staatliche Ölkonzern PDVSA befinden sich seit 2017 im Zahlungsausfall. Allein das Anleihekapital wird auf etwa 60 Milliarden Dollar geschätzt, wobei die Zinsen nach dem Ausfall um etwa 5 Milliarden Dollar pro Jahr anwachsen. Die Gesamtforderungen, einschließlich Handelskreditoren, Schiedssprüchen und bilateralen Schulden, könnten laut Berichten der Financial Times Pearson plc 240 Milliarden Dollar erreichen.venezuelarestructuring
Etwa ein Zehntel dieser Auslandsschulden entfällt auf China, geschätzt zwischen 10 und 20 Milliarden Dollar, die historisch eher durch Öllieferungen als durch Bargeld bedient wurden. Washington leitet nun die Erlöse aus venezolanischen Ölverkäufen auf ein US-kontrolliertes Konto um. Energieminister Chris Wright erklärte diese Woche, dass Peking keine Ansprüche auf Einnahmen aus der venezolanischen Produktion habe – eine Haltung, die die Verhandlungen mit den Gläubigern in eine geopolitische Konfrontation verwandeln könnte.oodaloop+2
Nicht alle Marktteilnehmer teilen den bullischen Ausblick. Einige Analysten warnen, dass Unternehmen, die jetzt Ansprüche geltend machen, einem realen Risiko ausgesetzt sind, falls der politische Übergang in Venezuela ins Stocken gerät. Die Regierung der amtierenden venezolanischen Führungskraft Delcy Rodríguez hat Steuereinnahmen von 209 Milliarden Dollar aus dem Deal über 25 Jahre prognostiziert, doch diese Zahlen wurden nicht unabhängig verifiziert. Da sich formelle Umstrukturierungsgespräche noch in einem frühen Stadium befinden und noch keine Ausführungslizenzen erteilt wurden, bleibt die Lücke zwischen den Wetten der Wall Street und einer tragfähigen Lösung groß.energyconnects+3