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fxstreeteuronews+1kitco+1Der US Dollar Index gab am Mittwoch den dritten Tag in Folge nach und fiel unter die Marke von 98,70 Punkten auf den tiefsten Stand seit mehreren Wochen. Eine Kombination aus fiskalischen Bedenken, der Auflösung von Yen-Carry-Trades und steigenden Zinserwartungen anderer großer Zentralbanken untergräbt das Vertrauen in den Greenback.
Die Schwäche des Dollars tritt trotz weitgehend restriktiver Signale der Federal Reserve auf. Die Märkte preisen eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60 % für eine Zinserhöhung bei der Fed-Sitzung am 16. September ein, doch die Währung profitiert nicht davon – eine Divergenz, die laut Analysten auf tiefere strukturelle Probleme hindeutet.economies
Ein Großteil des Drucks geht auf die Ankündigung des US-Finanzministeriums vom 19. August zurück, die maximale Größe bestimmter Anleiherückkaufprogramme mindestens zu verdoppeln. Finanzminister Scott Bessent erklärte gegenüber CNBC, dass die Rückkäufe 4 Milliarden Dollar übersteigen könnten, ein Schritt, der den sogenannten "Dollar-Entwertungshandel" auslöste.reuters
Analysten der Rabobank stellten fest, dass der Dollar selbst nach einem positiven Überraschungseffekt bei den US-Arbeitsmarktdaten der letzten Woche nicht zulegen konnte. "Die Debatte über die Entwertung des Dollars, die durch die Ankündigung der Anleiheintervention von Finanzminister Bessent am 19. August ausgelöst wurde, scheint das Vertrauen in den Greenback untergraben zu haben", schrieben sie. MUFG stellte eine ähnliche Diskrepanz fest und merkte an, dass der Dollar-Index seit der Ankündigung der Rückkäufe etwa 1 % niedriger notiert, obwohl das kurze Ende der Zinskurve mehr Fed-Zinserhöhungen einpreist.fxstreet
Analysten der ING verwiesen auf ein "sehr fragiles" USD/JPY-Paar als weitere Belastung für den Index und merkten an, dass sich Makro-Hedgefonds auf einen Bruch unter 150 positionieren, in der Erwartung, dass die japanischen Entscheidungsträger ihre Straffungsverpflichtungen als Teil eines "großen Deals mit Washington" erfüllen werden.fxstreet
Zusätzlich erhöht die Europäische Zentralbank den Druck, da allgemein erwartet wird, dass sie am Donnerstag, dem 10. September, ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,5 % anhebt. Elias Haddad von Brown Brothers Harriman warnte, dass "die Straffung durch andere große Zentralbanken die politische Divergenz begrenzt" und den Spielraum für eine nachhaltige Aufwertung des Dollars verringert, selbst wenn eine Fed-Zinserhöhung eintritt.reuters+2
Der Rückgang des Dollars hat Gold Auftrieb gegeben, das am Mittwoch nach drei Tagen mit Verlusten um über 1 % auf über 4.400 USD stieg. Analysten der UBS argumentierten, dass die Stärke des Edelmetalls Kräfte widerspiegelt, die weit über die kurzfristigen Entscheidungen der Fed hinausgehen. "Wir betrachten Gold in erster Linie als Portfolio-Absicherung und Diversifikator und nicht als taktischen Ausdruck der nächsten Fed-Entscheidung", schrieb das Chief Investment Office der Bank.kitco+1
Die UBS hob die anhaltenden Käufe der Zentralbanken hervor – die People's Bank of China fügte allein im August 650.000 Unzen hinzu, ihr größter monatlicher Kauf seit Oktober 2023 – sowie Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Nachhaltigkeit als dauerhafte Stützen für den Goldpreis. Die Bank behielt ihr Ziel von 5.000 USD pro Unze für die erste Jahreshälfte 2027 bei.kitco
Da am Donnerstag und Freitag Daten zu den US-Erzeuger- und Verbraucherpreisen anstehen, stehen die Märkte vor einer Woche voller gegensätzlicher Signale. Wie Kelvin Wong von OANDA es ausdrückte, "erlebt der Goldmarkt ein kurzfristiges Tauziehen zwischen Käufern und Verkäufern", während der Entwertungshandel und die Sorgen um das Haushaltsdefizit "weiterhin Unterstützung bieten".economies