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economictimes+1economictimes+1yahoo+1Ein gängiger Zuckerersatzstoff, der in zuckerfreien Kaugummis, Bonbons, Zahnpasta und kalorienarmen Lebensmitteln enthalten ist, wurde in einer groß angelegten Studie, die am Donnerstag auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) 2026 in München vorgestellt wurde, mit einem höheren Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Tod in Verbindung gebracht.economictimes+1
Die Forscher analysierten die Xylit-Blutwerte von 17 710 Teilnehmern aus zwei prospektiven Bevölkerungsstudien, der Canadian Longitudinal Study on Aging und der European Prospective Investigation into Cancer (EPIC-Norfolk). Sie stellten fest, dass Personen im höchsten Quartil der Xylit-Werte eine um 57 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit hatten, innerhalb von sechs Jahren ein schweres kardiovaskuläres Ereignis zu erleiden, als diejenigen im niedrigsten Quartil. Nach 30 Jahren Nachbeobachtung war die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder Tod in der Hochrisikogruppe immer noch um 18 Prozent höher.yahoo+1
Der Zusammenhang folgte einem dosisabhängigen Muster: Mit steigenden zirkulierenden Xylit-Werten über die Quartile hinweg stiegen auch die Raten kardiovaskulärer Ereignisse. Die Beziehung blieb auch nach Bereinigung um Alter, Geschlecht, Rauchen, Body-Mass-Index, Diabetes, Bluthochdruck und Lipidwerte bestehen.news.ssbcrack+1
"Künstliche Süßungsmittel werden von Menschen konsumiert, die glauben, sie seien gesünder als Zucker, und sie werden von Regulierungsbehörden im Allgemeinen als sicher eingestuft", sagte Dr. Marco Witkowski von der Charité Universitätsmedizin Berlin, der Hauptautor der Studie. "Unsere langfristigen Ergebnisse in der Allgemeinbevölkerung verdeutlichen, wie wenig wir über die kardiovaskuläre Sicherheit von Xylit wissen, und deuten darauf hin, dass weitere Studien gerechtfertigt sind, insbesondere da die Menge an Xylit in Produkten weiter zunimmt."newser+1
Die Studie ist beobachtend und kann nicht beweisen, dass Xylit direkt kardiovaskuläre Ereignisse verursacht. Prof. Dan Atar, Mitglied des ESC Communication Committee, warnte vor einer Überinterpretation, stellte jedoch fest, dass die Ergebnisse weitere Untersuchungen erfordern. "Es scheint, dass Xylit einen negativen langfristigen Effekt auf kardiovaskuläre Ereignisse in der Allgemeinbevölkerung hat", sagte er. "Wie bei allen Beobachtungsstudien sind Kausalitäten schwer abzuleiten, aber diese Arbeit zeigt, dass weitere Studien zu diesem gesellschaftlich wichtigen Thema zwingend erforderlich sind."el-balad+1
Die Ergebnisse bauen auf früheren Arbeiten derselben Forschungsgruppe auf, die zeigen, dass Xylit die Fähigkeit von Blutplättchen zur Gerinnselbildung verbessern kann, ein potenzieller Mechanismus, der das Süßungsmittel mit kardiovaskulärem Risiko in Verbindung bringt. Xylit wird Verbraucherprodukten in Mengen zugesetzt, die etwa 1 000-mal höher sind als die Spurenmengen, die natürlicherweise in einigen Lebensmitteln vorkommen.yahoo+1
Dell Stanford, leitende Ernährungsberaterin bei der British Heart Foundation, sagte, die Studie "trägt zu den wachsenden Beweisen bei, dass künstliche Süßungsmittel einen Einfluss auf unsere Gesundheit haben könnten", betonte jedoch, dass dies "kein Freibrief ist, stattdessen mehr Zucker zu konsumieren".yahoo