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reutersmezha+1mezhaDer Schweizer Franken entwickelt sich zu einer führenden alternativen Finanzierungswährung bei globalen Carry Trades, nachdem die seltene gemeinsame Intervention der Vereinigten Staaten und Japans zur Stützung des Yen Anfang des Monats für Unruhe an den Devisenmärkten sorgte.
Am 3. August bestätigten Japan und die Vereinigten Staaten ihre erste koordinierte Yen-Kaufintervention seit 2011, um den Absturz der japanischen Währung auf ein 40-Jahres-Tief gegenüber dem Dollar zu stoppen. Die Operation, die Goldman Sachs auf bis zu 85 Milliarden Dollar für die ersten Tage ab dem 30. Juli schätzte, wurde von US-Finanzminister Scott Bessent als Zeichen dafür gewertet, dass Washington "nicht zögern werde, sich an weiteren gemeinsamen Interventionen zu beteiligen".aljazeera+1
Das Ausmaß und die Seltenheit der Maßnahme haben ein neues Risiko für Händler geschaffen, die sich auf den Yen als ihre bevorzugte kostengünstige Kreditwährung verlassen hatten. Laut Reuters Thomson Reuters Corporation richten Investoren nun ihre Aufmerksamkeit auf den Schweizer Franken als Alternative für beliebte Carry Trades, da das Interventionsrisiko den Yen volatiler gemacht hat.reuters
Die Schweizerische Nationalbank hält den Zinssatz bei 0 %, verglichen mit 1 % in Japan, was den Franken günstiger für Kreditaufnahmen macht. Fredrik Repton von Neuberger Berman merkte an, dass "Marktteilnehmer in Erwägung ziehen werden, einige ihrer Finanzierungspositionen zu verlagern", während die Bank of America eine langjährige Empfehlung zum Verkauf des Frankens gegenüber dem Yen mit einem Ziel von 190 Yen pro Franken hat.mezha+2
"Nicht nur sind die Schweizer Zinsen niedriger als in Japan, sondern auch die Volatilität des Frankens ist geringer", sagte Adarsh Sinha von der BofA und erklärte damit die Attraktivität.mezha
Das Paar EUR/CHF notierte nahe 0,9385, dem schwächsten Stand des Frankens gegenüber dem Euro seit etwa einem Jahr, nachdem es seit dem Erreichen eines 11-Jahres-Hochs im März um etwa 4 % gefallen war. Die Rabobank hob ihr Neun- bis Zwölf-Monats-Ziel für das Paar von 0,94 auf 0,95 an.mezha
Chris Turner von ING warnte, dass "es einige Zeit dauern wird, sich vom Yen als Finanzierungswährung zu lösen", angesichts seiner hohen Liquidität. Doch die Kombination aus Japans Wunsch nach einem stärkeren Yen und der Toleranz der Schweiz gegenüber einem schwächeren Franken könnte den Übergang beschleunigen. Ein schwächerer Franken stünde im Einklang mit der langjährigen Präferenz der Schweizerischen Nationalbank, eine übermäßige Aufwertung der Währung zu begrenzen.ua+1
Turner charakterisierte den Wandel als noch in der "Anfangsphase", fügte jedoch hinzu, dass mehrere Faktoren – darunter die Erwartungen auf weitere japanische Zinserhöhungen und mögliche Rückführungen durch den staatlichen Pensionsfonds Japans – Investoren vorsichtiger bei Wetten gegen den Yen machen.mezha