Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

bloomberg.egyptoil-gas+1.defence24.Katar hat eine Flotte leerer Flüssigerdgastanker (LNG) im Persischen Golf zusammengezogen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich einer der weltweit größten LNG-Exporteure darauf vorbereiten könnte, wieder mehr Ladungen durch die Straße von Hormus zu schicken. Bloomberg News analysierte Satellitenbilder und Schiffsverfolgungsdaten und stieß dabei auf mindestens 12 unbeladene Tanker im Besitz oder unter Charter von QatarEnergy, die in den Gewässern nahe dem Land warten. Zusammen können sie rund 1,1 Millionen Tonnen LNG aufnehmen, was etwa 2 % der Transportkapazität der weltweiten Tankerflotte entspricht.bloomberg
Die Konzentration der Schiffe ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich die Gaslieferungen aus dem Golf nach monatelangen Unterbrechungen infolge des am 28. Februar begonnenen Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran langsam erholen. Dennoch berichten Abnehmer, dass die vertraglich vereinbarten Lieferungen weiterhin unzuverlässig sind.defence24+1
Wie Reuters am 2. Oktober berichtete, registrierte S&P Global Energy im September 19 LNG-Ladungen, welche die Straße von Hormus passierten. Das Schiffsverfolgungsunternehmen Kpler zählte 21. Katarische Tanker nahmen laut Kpler-Daten am 28. September den Verkehr durch die Meerenge wieder auf, nachdem sie im August aus Angst vor iranischen Angriffen pausiert hatten. Zu den Schiffen gehörten sowohl beladene Tanker auf dem Weg zu den Abnehmern als auch leere Schiffe auf dem Rückweg nach Katar.egyptoil-gas+1
Daten von Kpler und LSEG zeigten, dass um den 2. und 3. Oktober herum vier Schiffe mit katarischer Ladung außerhalb der Meerenge wieder auf dem Radar erschienen. Eines davon, die Al Sadd, lieferte seine Ladung am 3. Oktober am indischen Terminal Dahej ab. Ein anderes, die Al Gattara, signalisierte als Ziel das chinesische Zhejiang. Viele Schiffe führen „Dunkelfahrten“ durch, bei denen sie ihre Transponder zur Positionsbestimmung während der Passage der Meerenge ausschalten.bairdmaritime
Auch Katars Nachbar bahnt neue Geschäfte an. Die Abu Dhabi National Oil Co. (Adnoc) hat eine mehrjährige Vereinbarung über die Lieferung von rund 2 Millionen Tonnen LNG an die thailändische Gulf Group unterzeichnet. Die Lieferungen sollen 2027 beginnen und von Adnoc Trading abgewickelt werden. Preis, Lieferplan und Herkunft der Ladungen wurden nicht bekannt gegeben.inspenet+1
Mehr Schiffe in der Meerenge bedeuten für die Kunden noch keinen Normalbetrieb. Am 28. September erklärte das italienische Unternehmen Edison, dass es bis Anfang Dezember keine katarischen LNG-Ladungen erhalten werde. Ein iranischer Raketenangriff auf den Ras-Laffan-Komplex am 18. März legte rund 17 % der katarischen LNG-Produktionskapazität lahm. Einige Stornierungen von Ladungen für asiatische Abnehmer wurden laut The National bis in den November hinein verlängert. Vor dem Krieg wurden über die Meerenge rund ein Fünftel der weltweiten Öl- und LNG-Lieferungen abgewickelt.reuters+2
Doha bemüht sich zudem um eine diplomatische Lösung, um die Exporte berechenbarer zu machen. Am 20. September forderte Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani einen gemeinsamen Sicherheitsrahmen, der die Golfstaaten und den Iran einbezieht. Ministeriumssprecher Majed Al Ansari erklärte später, der erste Schritt müssten Zusicherungen sein, dass Länder der Region bei künftigen Eskalationen nicht ins Visier genommen werden. Katar hält jedoch nicht die entscheidenden Trümpfe in der Hand. Der am 28. September von Reuters gemeldete Friedensvorschlag des Iran machte eine Wiederöffnung der Meerenge davon abhängig, dass die USA ihre Blockade iranischer Häfen und ihre Sanktionen gegen iranisches Öl aufheben.defence24