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reuters+1mezha+1mezha+1Meta hat Pläne für eine zweite Runde umfassender Entlassungen verworfen, nachdem eine ehrgeizige Initiative zur Umstrukturierung des Unternehmens rund um künstliche Intelligenz auf Widerstand der Mitarbeiter stieß und die versprochenen Produktivitätsgewinne ausblieben. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Reuters-Recherche hervor.reuters
Die Initiative mit dem Codenamen Project OT, kurz für "organizational transformation", wurde von CEO Mark Zuckerberg und führenden Führungskräften während ihrer jährlichen Führungskräfteklausur auf seinem Anwesen auf Hawaii im Januar entwickelt. Der Plan sah vor, dass KI-Systeme die Arbeit von Tausenden von Mitarbeitern übernehmen sollten, wobei kleinere Spezialistenteams virtuelle Arbeiter beaufsichtigen sollten. Interne Szenarioplanungen sahen vor, einige Teams um bis zu 60 Prozent zu verkleinern.mezha+1
Die Umstrukturierung sollte in zwei Wellen ablaufen: die erste im Mai und die zweite im November. Am Abend des 19. Mai, nur wenige Stunden vor dem geplanten Start der ersten Welle, sagte Zuckerberg den übergeordneten Plan ab und strich die Vorbereitungen für die November-Runde. Meta vollzog am 20. Mai dennoch einen Personalabbau von 10 Prozent, wodurch rund 8.000 Stellen gestrichen wurden. Zuckerberg erklärte den verbleibenden Mitarbeitern jedoch, er erwarte "in diesem Jahr keine weiteren unternehmensweiten Entlassungen".cnbc+4
Meta bestätigte die Existenz von Project OT und beschrieb es als einjähriges Projekt mit den Schwerpunkten Kostensenkung, Neugestaltung von Teamstrukturen und Verlagerung von Personal in Prioritätsbereiche. "Letztendlich haben wir nicht jedes Szenario aus der Übung umgesetzt, und es wurde auch nie davon ausgegangen, dass wir das tun würden", teilte das Unternehmen mit.reuters+1
Interne Daten warfen Fragen hinsichtlich des Nutzens von Metas KI-Offensive auf. Während die Änderungen an internen Softwareplattformen im Jahresvergleich um 220 Prozent zulegten, stiegen Aktualisierungen, die zu neuen oder verbesserten Funktionen für Nutzer führten, nur um 36 Prozent. Schwerwiegende technische Vorfälle und Sicherheitsvorfälle nahmen gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent zu, und die Zeit, die Mitarbeiter für deren Behebung aufwendeten, stieg um 70 Prozent. Infrastrukturteams hatten bereits im März vor "Warnsignalen für die Zuverlässigkeit" gewarnt, die mit KI-generiertem Code zusammenhingen. Interne Nachrichten beschrieben unkontrollierte KI-Agenten, die "großflächige, störende Aktionen durchführten, die Menschen wahrscheinlich nicht ausführen würden".mezha+1
Die Stimmung der Mitarbeiter fiel in Metas interner Umfrage von 74 Prozent auf 55 Prozent Zustimmung, nachdem das Unternehmen von US-Mitarbeitern die Installation einer Tracking-Software verlangt hatte, die Tastatureingaben und Mausbewegungen erfasste. Diese Daten sollten zum Training von KI-Agenten dienen. Viele Mitarbeiter kamen zu dem Schluss, dass sie ihre eigenen Nachfolger anlernten.freepressjournal+1
Bei einer internen Betriebsversammlung Anfang Juli räumte Zuckerberg ein, dass das Unternehmen das Tempo der Entwicklung von KI-Agenten falsch eingeschätzt habe. Die Technologie habe sich nicht so schnell "beschleunigt" wie erwartet. Meta pausierte sein Aktivitäts-Tracking-Programm, erlaubte einigen versetzten Ingenieuren die Rückkehr in ihre früheren Rollen und erhöhte die Ausgaben für Zusatzleistungen am Arbeitsplatz.mezha+1
Meta plant in diesem Jahr mindestens 130 Milliarden Dollar für KI-Chips und Infrastruktur auszugeben, Investitionen, die nach Schätzungen von Analysten den operativen Cashflow des Unternehmens im Jahr 2026 aufzehren könnten. Zuckerbergs vorsichtige Formulierung, mit der er "unternehmensweite" Entlassungen speziell "in diesem Jahr" ausschloss, lässt die Mitarbeiter im Unklaren darüber, was als Nächstes kommt.freepressjournal+1