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mkfinance.yahoo+1cnbc+1Ausländische Investoren investierten im ersten Halbjahr 2026 netto 10,93 Billionen Yen in japanische Aktien und übertrafen damit den bisherigen Halbjahresrekord von 8,3 Billionen Yen, der während des Abenomics-Booms 2013 aufgestellt wurde, wie der Nihon Keizai Shimbun berichtet. Dennoch setzt der Yen seinen unaufhaltsamen Abwärtstrend fort und erreichte Ende Juni mit fast 162,5 ein 40-Jahres-Tief gegenüber dem Dollar – ein Paradoxon, das unterstreicht, wie moderne Finanztechnik die traditionelle Verbindung zwischen Kapitalzuflüssen und Währungsstärke kappen kann.mk+2
Die Erklärung liegt darin, wie globale Investoren auf japanische Aktien zugreifen. Anstatt direkt Yen zu kaufen, um in Tokio notierte Aktien zu erwerben, nutzen viele institutionelle Anleger und Hedgefonds währungsgesicherte Instrumente – ETFs, Forwards und Swaps –, die es ihnen ermöglichen, die Renditen japanischer Aktien zu erzielen und gleichzeitig das Yen-Engagement zu neutralisieren. Produkte wie der iShares Currency Hedged MSCI Japan ETF und der WisdomTree Japan Hedged Equity Fund verzeichneten eine starke Nachfrage, während der Yen schwächer wurde, was effektiv Dollar-Zuflüsse recycelt, ohne den Währungskauf zu generieren, der normalerweise den Yen stützen würde.finance.yahoo+2
Diese Dynamik bedeutet, dass sich Rekord-Aktienzuflüsse nicht in eine Yen-Nachfrage am Devisenmarkt übersetzen. Der Rückgang des Yen auf ein Niveau, das seit 1986 nicht mehr gesehen wurde, wurde durch sich ausweitende Zinsdifferenzen verschärft, wobei die US-Notenbank die Zinsen stabil hält, während geopolitische Spannungen im Nahen Osten die Erwartungen für Zinssenkungen weiter in die Zukunft verschoben haben.cnn+1
Die Kaufwelle, die fünfmal so hoch war wie das Gesamtergebnis des ersten Halbjahres des Vorjahres und doppelt so hoch wie der Wert für das Gesamtjahr 2025 von 5,4 Billionen Yen, wurde durch die Begeisterung für KI-bezogene Halbleiteraktien und laufende Reformen der Unternehmensführung beflügelt. Der Nikkei 225 stieg im Juni über 70.000 und legte gegenüber dem Vorjahr um rund 39 Prozent zu. Die ausländischen Eigentumsquoten stiegen im Geschäftsjahr bis März 2026 bei etwa 40 großen japanischen Unternehmen, wobei KI- und Chip-Unternehmen wie Kioxia Holdings die größten Zuwächse verzeichneten.finance.yahoo+1
Der Kontrast zu Südkorea ist aufschlussreich. Dort hat anhaltender Auslandsverkauf den Won direkt unter Druck gesetzt, der seit mehr als 30 aufeinanderfolgenden Handelstagen über 1.500 pro Dollar geblieben ist – ein Niveau, das seit der globalen Finanzkrise 2009 nicht mehr erreicht wurde. Im Gegensatz zu Japan, wo abgesicherte Instrumente die Währungsauswirkungen von Aktienflüssen abfedern, mangelt es den südkoreanischen Märkten an der gleichen Tiefe an Derivatprodukten, was bedeutet, dass sich Auslandsverkäufe direkter in Währungsschwäche niederschlagen.biz.chosun+1
Japans Finanzminister hat Bereitschaft zu Interventionen signalisiert, falls der Yen-Absturz ungeordnet wird, aber derzeit bleibt die Währung eher Geisel der Zinsdifferenzen als der Aktienflüsse.cnbc+1