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finimize+1marketpulsemarketpulseChinas Yuan notiert gegenüber dem US-Dollar nahe seinem stärksten Stand seit mehr als drei Jahren. Die Chinesische Volksbank (PBOC) hat ihren täglichen Referenzkurs auf den höchsten Stand seit Februar 2023 festgesetzt und wirkt gleichzeitig einem zu schnellen Anstieg der Währung entgegen.
Am Montag setzte die PBOC den USD/CNY-Mittelkurs auf 6,7873 fest, geringfügig stabsiler als das Fixing vom Freitag mit 6,7878 und der stärkste Mittelwert seit dem 8. Februar 2023. Der Referenzkurs lag jedoch 491 Pips unter der von Reuters Thomson Reuters Corporation gemeldeten Schätzung von 6,7382. Diese Differenz wirkt wie eine Bremse für die Yuan-Aufwertung. Da der Onshore-Handel auf plus/minus 2 % um den täglichen Referenzkurs beschränkt ist, hält die schwächer als erwartet ausgefallene Festsetzung Händler davon ab, verstärkt auf eine Fortsetzung der Aufwertungsbewegung zu wetten.finimize+1
Der Onshore-Kurs handelte nahe 6,74 pro Dollar und erreichte damit den stärksten Stand seit Anfang 2023. Der Anstieg des Yuan wurde durch eine Kombination aus einem schwächeren Dollar, nachdem die US-Einzelhandelsumsätze im Juli überraschend gefallen waren, und starken chinesischen Exportzuflüssen angetrieben.cryptobriefing+1
Hinter dem kontrollierten Anstieg des Yuan steht ein kräftiger Zuwachs der chinesischen Währungsreserven in der Zahlungsbilanz. Die Reserven stiegen im zweiten Quartal 2026 um 74,7 Milliarden US-Dollar, was den größten quartalsweisen Anstieg seit dem ersten Quartal 2014 darstellt. Dieser Aufbau deutet darauf hin, dass die Behörden die durch Chinas starken Exportsektor generierten Fremdwährungszuflüsse abschöpfen, anstatt zuzulassen, dass sie den Yuan ungebremst nach oben treiben.marketpulse
Dieser Ansatz spiegelt eine gezielte politische Entscheidung wider. Chinas Exporte bleiben einer der wenigen verlässlichen Wachstumstreiber der Wirtschaft in einer Zeit, in der die Binnennachfrage nachlässt: Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Juli im Jahresvergleich um nur 0,6 %, die Anlageinvestitionen fielen um 6,7 % und die Immobilieninvestitionen gingen um 19,2 % zurück. Eine zu schnelle Aufwertung des Yuan könnte die Preiswettbewerbsfähigkeit chinesischer Waren untergraben und eine Wirtschaft zusätzlich belasten, die ohnehin mit deflationärem Druck zu kämpfen hat.marketpulse
Die Strategie der PBOC läuft darauf hinaus, eine schrittweise Aufwertung zuzulassen und gleichzeitig ungeordnete Bewegungen zu verhindern. Der Yuan hat sich nun im sechsten Quartal in Folge aufgewertet, doch die Zentralbank setzt ihren täglichen Referenzkurs weiterhin schwächer fest, als Modelle es nahelegen. Dies begünstigt den Handel innerhalb einer Bandbreite statt der Jagd nach Dynamik sowohl auf den Onshore- als auch auf den Offshore-Märkten.finimize+1
Die Herausforderung für die Entscheidungsträger ist akut: Angesichts des Anstiegs der städtischen Arbeitslosigkeit auf 5,2 % im Juli und des weiterhin schwachen Verbrauchervertrauens kann es sich China nicht leisten, seinen einzigen funktionierenden Wachstumstreiber, die Exporte, an Wettbewerbsfähigkeit verlieren zu lassen. Gleichzeitig würde ein vollständiges Stoppen des Yuan-Anstiegs das Risiko bergen, das Vertrauen in die Währung in einem Moment zu untergraben, in dem Kapital zufließt und nicht abfließt.marketpulse