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cairoscene+1.thenationalnews+1.thenationalnews+1.thenationalnews.egyptmanchester.wordpress.Wie von The Art Newspaper und The National News berichtet, führt das Manchester Museum eine öffentliche Konsultation darüber durch, ob die 2.700 Jahre alten mumifizierten Überreste von Asru weiterhin ausgestellt werden sollen. Die altägyptische Frau wird seit ihrer Auswicklung im Jahr 1825 seit fast 200 Jahren ausgestellt, was breitere Fragen zur ethischen Präsentation menschlicher Überreste in britischen Museen aufwirft.
Asrus mumifizierter Körper und ihre Särge wurden Anfang des 19. Jahrhunderts von den Baumwollhändlern Robert und William Garnett in Ägypten erworben und 1825 der Manchester Natural History Society gestiftet. Ihre Überreste wurden im April jenes Jahres ausgewickelt, wahrscheinlich sowohl zu Untersuchungszwecken als auch zur Unterhaltung, was in den gelehrten Gesellschaften des 19. Jahrhunderts eine gängige Praxis war. Ein zeitgenössischer Bericht beschrieb ihren Schädel als von „ausgezeichneten Proportionen“, was die damals bei westlichen Wissenschaftlern beliebte pseudowissenschaftliche Praxis der Kraniometrie widerspiegelt. Als sie erstmals im Museum in der Peter Street ausgestellt wurde, bemerkte der Schriftsteller George Head 1834, dass die „ägyptische Jungfrau völlig ihrer Leichentücher entledigt dalag“ und die „Farben ihres Porträts im hölzernen Mittelgehäuse vollkommen lebendig“ seien.egyptmanchester.wordpress+1
Über zwei Jahrhunderte hinweg wurden Asrus Überreste kontinuierlich ausgestellt und gleichzeitig wissenschaftlich untersucht. In den 1970er Jahren wurde sie zu einem zentralen Forschungsobjekt des Manchester Egyptian Mummy Project, das zahlreiche gesundheitliche Probleme aufdeckte, darunter Arthritis und parasitäre Befälle wie Strongyloides und Schistosomiasis. Ihr Körper wurde 2012 unter der Leitung der Professoren Rosalie David und Judith Adams im Vorfeld von Galerierenovierungen erneut gescannt. Nun, 200 Jahre nach ihrer Auswicklung, hat das Museum eine kleine Plakette neben ihren Überresten angebracht, die Besucher dazu einlädt, ihre Gedanken über ihre zukünftige Ausstellung zu teilen – als Teil der umfassenderen Überprüfung des Museums, wie es mit menschlichen Überresten in seiner Sammlung umgeht.thenationalnews+3
Die Bewegung zur Dekolonisierung von Museumssammlungen stellt einen grundlegenden Wandel in der Art und Weise dar, wie Institutionen mit Objekten umgehen, die während der Kolonialzeit erworben wurden. Anstatt Artefakte einfach zu entfernen, beinhaltet Dekolonisierung die Anerkennung kolonialer Geschichten, die Bereitstellung eines umfassenderen Kontextes zu den Erwerbsmethoden und vor allem die Einbeziehung der Herkunftsgemeinschaften bei der Entscheidung, wie ihr kulturelles Erbe interpretiert und ausgestellt wird. Dieser Prozess erfordert, dass Museen ihre Wurzeln in imperialen Machtstrukturen erkennen – wie das Great North Museum: Hancock einräumt, wurden viele Institutionen „auf dem Höhepunkt des Britischen Empire gegründet“ und ihre Sammlungen spiegeln direkt die koloniale Expansion wider.engagingplaces+2
Museen in ganz Großbritannien setzen die Dekolonisierung durch verschiedene Ansätze um: inklusive Erzählweisen, die über eurozentrische Perspektiven hinausgehen, wie sie im British Museum und im Hampton Court Palace zu sehen sind; gemeinsame Forschung mit Herkunftsgemeinschaften, um bisher verborgene Narrative aufzudecken, wie es bei Tyne & Wear Archives & Museums praktiziert wird; sowie offene Diskussionen über Möglichkeiten der Rückführung. Diese Bemühungen zielen nicht darauf ab, Geschichte auszulöschen, sondern Museen zu demokratisieren, indem sichergestellt wird, dass sich alle Gemeinschaften repräsentiert und willkommen fühlen, während gleichzeitig stärkere Beziehungen zu Menschen auf der ganzen Welt aufgebaut werden, deren kulturelles Erbe in britischen Institutionen bewahrt wird.museumsassociation+3
Das Königreich Kusch entstand um 1069 v. Chr. als mächtige Zivilisation im Norden Afrikas, mit dem Zentrum im heutigen Sudan. Piye (auch bekannt als Pi), der 742 v. Chr. den kuschitischen Thron bestieg, war der Sohn von Kaschta, einem Häuptling, der eine starke Führung in Nubien etabliert hatte. Unter Piyes Herrschaft expandierte Kusch durch militärische Eroberungen dramatisch nach Ägypten, das zu dieser Zeit eine politische Zersplitterung erlebte. Seine erfolgreichen Feldzüge gegen lokale ägyptische Herrscher, insbesondere Tefnacht, legten den Grundstein für die 25. Dynastie Ägyptens – eine Zeit kuschitischer pharaonischer Herrschaft.ebsco+2
Piyes Eroberung stellte mehr als nur eine territoriale Expansion dar; sie demonstrierte eine faszinierende kulturelle Synthese. Während die Kuschiten viele ägyptische Bräuche und religiöse Praktiken übernommen hatten, bewahrten sie ihre eigene kulturelle Identität. Piye selbst war tief religiös und rief während seiner Feldzüge oft ägyptische Götter wie Amun an, um seine Herrschaft unter den Ägyptern zu legitimieren. Sein Vermächtnis ist auf einer bemerkenswerten Stele bewahrt, die im 21. Jahr seiner Herrschaft in Napata errichtet wurde und sich heute im Ägyptischen Museum in Kairo befindet. Sie berichtet anschaulich von seiner ägyptischen Expedition und offenbart Details über sein Temperament, seine Frömmigkeit und seine Großzügigkeit. Dieser kulturelle Austausch zwischen Kusch und Ägypten schuf eine einzigartige Mischung von Traditionen, die die Region für fast ein Jahrhundert kuschitischer Kontrolle prägen sollte.worldhistory+2