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news.artnet+1.news.artnet+1.hypebeast+1.hypebeast.hypebeast+1.Der erfahrene Kunsthändler Tim Blum hat die Schließung seiner gleichnamigen Galerien in Los Angeles und Tokio angekündigt, wobei das Schicksal eines geplanten Standorts in New York noch ungewiss ist. Als Hauptgrund für seinen Abschied nach drei Jahrzehnten im Geschäft nannte er die Erschöpfung durch das unerbittliche Tempo des traditionellen Galeriesystems und nicht etwa finanzielle Sorgen.
Anstelle des traditionellen Galerieformats plant Blum den Übergang zu einem "flexibleren Studiomodell" ohne feste öffentliche Räume oder eine formelle Künstlerliste. Dieser neue Ansatz wird es ihm ermöglichen, sich durch Kooperationen, Sonderprojekte und das, was er als "langfristige Visionen, die noch in der Entwicklung sind" beschreibt, mit Künstlern und Ideen auseinanderzusetzen. Trotz des Rückzugs aus dem stationären Betrieb bleibt Blum der Kunstwelt verbunden und erklärt: "Natürlich werde ich weiterhin Kunst kaufen und verkaufen. Das liegt in meiner DNA."fadmagazine+3
Der Wandel erfolgt zu einer Zeit, die Blum als "paradigmatischen Wandel" auf dem Kunstmarkt beschreibt, wobei er kürzlich auf der Art Basel anerkannte, dass "Sammler derzeit mehr Verhandlungsmacht haben". Seine Entscheidung folgt auf den Ausstieg seines ehemaligen Partners Jeff Poe im Jahr 2023, der ebenfalls einen "einfacheren und flüssigeren Weg" abseits des anspruchsvollen Galeriesystems suchte. Blums letzte Ausstellungen in Los Angeles – mit Tomoo Gokita, Sarah Rosalen und Wilhelm Sasnal – enden am 16. August, während die Gruppenausstellung "Surface and Signal" in Tokio am 2. August schließt.news.artnet+2
Nach dem Ausscheiden von Jeff Poe im August 2023 positionierte Tim Blum die Galerie schnell neu und benannte sie bis Oktober desselben Jahres einfach in "BLUM" um. Dieses Rebranding ging mit ehrgeizigen Expansionsplänen einher, darunter ein neuer, 6.200 Quadratfuß großer Raum in der 9 White Street in Tribeca, der für 2024 geplant war. Während dieses Übergangs wurde der langjährige Partner in New York, Matt Bangser, auf die neu geschaffene Position des Managing Partner berufen, um die Entwicklung der Galerie zu steuern.fadmagazine+2
Die Galerie hatte ursprünglich geplant, ihr 30-jähriges Bestehen mit dem Umzug nach New York zu feiern, einschließlich einer Überblicksschau japanischer Kunst von den 1960er Jahren bis heute – eine Anspielung auf Blums erste Reise nach Japan vor vier Jahrzehnten, die "die bahnbrechende Arbeit der Galerie mit japanischen und internationalen Künstlern katalysierte". Doch weniger als zwei Jahre nach dieser Umstrukturierung und nur wenige Monate nach der Art Basel 2025 – die Blum als einen "Donnerschlag – eine Bestätigung für alles, was ich seit Jahren fühle" beschrieb – traf er die Entscheidung, die physischen Räume vollständig zu schließen.businessoffashion+1
Tim Blums Faszination für Japan begann 1984, als er als UCLA-Student zum ersten Mal Tokio besuchte und in die dortigen Underground-Kulturszenen eintauchte. Diese erste Begegnung entwickelte sich zu einer transformativen Beziehung, die die Identität seiner Galerie drei Jahrzehnte lang prägen sollte. Nachdem er ab 1989 fünf Jahre lang in Japan gelebt und in Galerien sowie einem privaten Museum gearbeitet hatte, kehrte Blum mit der Mission in die USA zurück, Brücken zwischen der japanischen und der amerikanischen Kunstwelt zu bauen.theartnewspaper+1
Der Einfluss der Galerie auf die Einführung zeitgenössischer japanischer Kunst beim westlichen Publikum kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Blum ermöglichte Yoshitomo Nara seine erste US-Ausstellung, ein bedeutender Meilenstein, der sowohl dem Künstler als auch der Galerie zum Durchbruch verhalf. Seine Freundschaft mit Takashi Murakami, den er 1991 kennenlernte, führte zu Murakamis bahnbrechender Show 1997 in Los Angeles und seiner entscheidenden Präsentation auf der Art Basel 1999, die die Superflat-Bewegung international bekannt machte. Trotz anfänglichen Widerstands – Blum und Poe wurden vom Kunst-Establishment "wie verdammte Idioten angesehen" und "völlig abgetan" – zahlte sich ihre Beharrlichkeit dramatisch aus, wobei Naras Werk schließlich bei Auktionen 25 Millionen Dollar erzielte. Mit rund fünfundsechzig Ausstellungen japanischer Nachkriegskunst in dreißig Jahren präsentierte die Galerie wichtige Bewegungen wie Gutai, Mono-ha und Superflat und etablierte sich als die am längsten bestehende ausländische Galerie mit Ausstellungsraum in Tokio.news.artnet+3