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bloomberg+1news.futunn+1news.futunn+1Hedgefonds sind zum ersten Mal seit Juli 2025 wieder optimistisch für den japanischen Yen gestimmt und haben laut Daten der Commodity Futures Trading Commission vom Freitag Long-Positionen im Wert von rund 251 Milliarden Yen (1,6 Milliarden Dollar) aufgebaut. Der Wandel, der sich in der Woche bis zum 15. September von einer Netto-Short-Position von 53.255 Kontrakten zu einer Netto-Long-Position von 20.069 Kontrakten vollzog, markiert eine dramatische Kehrtwende in der spekulativen Stimmung. Diese erfolgt nur wenige Wochen, nachdem die US-amerikanischen und japanischen Behörden ihre erste koordinierte Devisenintervention seit 1998 durchgeführt haben.bloomberg+1
Die Neupositionierung folgt auf monatelange, anhaltende pessimistische Wetten gegen den Yen, die durch eine große Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan angetrieben wurden. Laut einer Jefferies-Analyse von Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich waren grenzüberschreitende Yen-Kredite, ein Markenzeichen von Carry-Trade-Strategien, bis März auf einen Rekordwert von 360 Billionen Yen (2,35 Billionen Dollar) angestiegen. Daten des japanischen Finanzministeriums zeigen, dass die Behörden von Ende Juli bis Ende August 15,4 Billionen Yen (rund 96,4 Milliarden Dollar) zur Stützung der Währung einsetzten, was einen monatlichen Rekord für Interventionen darstellt.news.futunn
Auch Vermögensverwalter schlossen sich diesem Trend an. Bis zum 15. September erhöhten sie ihre Netto-Long-Positionen im Yen um 54.179 Kontrakte auf 54.821 Kontrakte, während spekulative Händler ihre optimistischen Dollar-Wetten insgesamt auf den niedrigsten Stand seit März reduzierten.moomoo
Die Kehrtwende der Hedgefonds erfolgte unmittelbar vor einer folgenschweren Woche für die Zentralbanken. Am 16. September hob die Federal Reserve ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 % bis 4,00 % an, die erste Erhöhung seit 2023. Zwei Tage später hob die Bank of Japan ihren Leitzins mit 7 zu 2 Stimmen von 1,0 % auf 1,25 % an, ein neues 31-Jahres-Hoch. Gouverneur Kazuo Ueda erklärte, die japanische Geldpolitik sei „in eine neue Phase eingetreten“, verzichtete jedoch darauf, explizit weitere kurzfristige Straffungen zu signalisieren, was Händler enttäuschte, die auf einen falkenhafteren Ton gehofft hatten.reuters+2
Der Yen schwächte sich am Freitag gegenüber dem Dollar um bis zu 1,3 % ab, wobei der USD/JPY-Kurs kurzzeitig die Marke von 158 überschritt, bevor die Bank of Japan eine Zinsprüfung („Rate Check“) bei den Marktteilnehmern durchführte, was weithin als Vorbote einer Intervention interpretiert wurde. Innerhalb von etwa einer Stunde fiel das Währungspaar wieder zurück und schloss in New York nahe 156,80.news.futunn+1
Die Zinsdifferenz von 250 bis 275 Basispunkten zwischen den US-amerikanischen und japanischen Leitzinsen bedeutet, dass der strukturelle Anreiz für Yen-finanzierte Carry-Trades nicht verschwunden ist. Die Analysten sind sich jedoch uneins darüber, wie es weitergeht. Chidu Narayanan von Wells Fargo empfiehlt, den Yen leerzuverkaufen, da die Hürde für die BOJ, die falkenhaften Erwartungen zu übertreffen, hoch sei. Dagegen sieht Ji-Wook Choi von State Street den USD/JPY-Kurs innerhalb von drei Monaten bei 152,5, da die BOJ ihre Straffung fortsetze. Da in Japan eine Feiertagsperiode beginnt und das Handelsvolumen dünner zu werden droht, warnte Alex Cohen von der Bank of America , dass „der heutige Test der Wechselkursuntergrenze eine weitere Warnung an den Markt ist“ und dass die Behörden ihre Bereitschaft signalisiert haben, erhebliche Reserven einzusetzen, sollte der Yen erneut abrutschen.news.futunn