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forbesforbesforbesDie globale Verschuldung überstieg im ersten Halbjahr 2026 die Marke von 365 Billionen Dollar und kletterte innerhalb von sechs Monaten um mehr als 10 Billionen Dollar. Den Großteil dieses Anstiegs machten Schwellenländer aus, so der am 23. September veröffentlichte Global Debt Monitor des Institute of International Finance. Der Bericht zeigt, dass die Staatsverschuldung in den Schwellenländern etwa 78% des BIP erreicht hat – der höchste Stand seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1880. Dies ist mehr als doppelt so hoch wie das Verhältnis während der Finanzkrise 2008 und übertrifft die Höchststände aus den beiden Weltkriegen sowie der Großen Depression.forbes+3
Die Schulden der Schwellenländer stiegen im ersten Halbjahr um 6,5 Billionen Dollar, was die Gesamtsumme auf über 110 Billionen Dollar drückte, wobei China der Haupttreiber hinter diesem Anstieg war. Auch Südafrika, Argentinien und Ägypten trugen zu dem Anstieg bei, der die Schuldenquote der Schwellenländer auf ein Rekordniveau von über 235% hob.cryptobriefing+1
Der globale Anstieg um 10 Billionen Dollar stellt eine Verlangsamung gegenüber dem Anstieg von 21 Billionen Dollar im gleichen Zeitraum des Vorjahres dar – eine Abkühlung, die das IIF auf steigende Zinsen, höhere Schuldendienstkosten und geopolitische Störungen zurückführt. Dennoch blieb das Tempo über dem Fünfjahresdurchschnitt, wobei Regierungen und nicht-finanzielle Unternehmen beispiellose Kreditniveaus erreichten.forbes
Das globale Verhältnis von Schulden zu BIP blieb stabil bei etwa 305%, eine Zahl, die laut IIF weniger beruhigend ist, als sie scheint. Eine höhere Inflation hat das nominale BIP aufgebläht und ein "mathematisches Artefakt" geschaffen, das tiefere Schwachstellen unter scheinbar stabilen Quoten verbirgt.cryptobriefing
Der Bericht hebt eine drohende Refinanzierungsherausforderung hervor. Schwellenländer stehen vor 9 Billionen Dollar an fälligen Schulden, während entwickelte Volkswirtschaften mehr als 20 Billionen Dollar an auslaufenden Anleihen und Krediten umschulden müssen. S&P Global schätzt, dass die Fälligkeiten bei bewerteten Unternehmen bis 2029 etwa 12,4 Billionen Dollar erreichen werden, wobei 3,4 Billionen Dollar an spekulativen Wertpapieren besonders anfällig für steigende Kreditkosten sind.forbes
Unternehmen, die sich während der Pandemie extrem niedrige Zinsen von etwa 2,5% gesichert haben, könnten nun mit Refinanzierungskosten von 5% bis 7% konfrontiert sein – eine strukturelle statt nur vorübergehende Belastung für hoch verschuldete Kreditnehmer. JPMorgan -CEO Jamie Dimon äußerte bereits Anfang des Jahres Bedenken und erklärte: "es wird eine Art Anleihenkrise geben".forbes
Trotz der Rekordemissionen blieben die Kreditaufschläge für Investment-Grade-Anleihen nahe an ihren 20-Jahres-Tiefs, und die stetige Nachfrage von Versicherern, Pensionsfonds und ausländischen Investoren hat das Angebot ohne sichtbare Anzeichen von Stress absorbiert. Das IIF warnte jedoch, dass diese Ruhe von anhaltendem Wachstum, kooperativen Zentralbanken und dem Appetit der Investoren abhängt – Faktoren, die jederzeit ins Wanken geraten könnten. Ein Schock in irgendeinem Sektor, von einem chaotischen Ausverkauf bei Staatsanleihen bis hin zu Schwierigkeiten bei KI-bezogenen Kreditnehmern, die den Ausbau von Rechenzentren finanzieren, könnte sich durch Banken, Nicht-Banken-Finanzinstitute und Kreditnehmer in einem System ausbreiten, das so hoch verschuldet ist wie nie zuvor in der Geschichte.forbes