Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

bloomberg+1businessinsider+1bloombergDie globalen Märkte fanden am Mittwoch mühsam Halt, da eine Atempause bei den steigenden Ölpreisen und ein Rückgang der Anleiherenditen vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve, von der allgemein die erste Erhöhung seit 2023 erwartet wird, für Erleichterung sorgten.
Der paneuropäische STOXX 600 stieg um 0,4 %, wobei der deutsche DAX um 0,4 % zulegte und der spanische IBEX laut Reuters um 0,6 % gewann. In Asien stieg der MSCI-Aktienindex um 0,2 % und beendete damit eine viertägige Verlustserie, während der japanische Topix um 0,5 % kletterte und der australische S&P/ASX 200 um 0,3 % zulegte. Die S&P 500-Futures legten leicht zu, und auch die Nasdaq-Futures deuteten nach oben.bloomberg+2
Die Märkte preisen laut dem FedWatch-Tool der CME eine Wahrscheinlichkeit von über 90 % für eine Erhöhung um 25 Basispunkte ein, wenn die Fed ihre Entscheidung um 14:00 Uhr Ortszeit bekannt gibt. Dieser Schritt würde eine scharfe Kehrtwende gegenüber dem Jahresanfang bedeuten, als Investoren noch mit zwei Zinssenkungen im Jahr 2026 gerechnet hatten. Stattdessen haben eine höher als erwartete Inflation, angetrieben durch einen Anstieg von Brent-Rohöl um rund 20 % in diesem Monat, sowie Sorgen über die Staatshaushalte die Währungshüter in Richtung einer Straffung gedrängt.businessinsider+2
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, die am Dienstag zum ersten Mal seit 2007 die Marke von 5 % überschritten hatte, ging am Mittwoch im asiatischen Handel auf 4,98 % zurück. Brent-Rohöl verbilligte sich um 0,6 % auf rund 108 US-Dollar pro Barrel, da die durch Angebotsengpässe getriebenen Gewinne überdehnt schienen.bloomberg+1
Die Zinsentscheidung ist zugleich ein Glaubwürdigkeitstest für Fed-Chef Kevin Warsh, der von mehreren Seiten unter Druck steht. Präsident Trump bekräftigte am Sonntag seine Vorliebe für die weltweit niedrigsten Zinssätze, und Fed-Gouverneur Stephen Miran argumentierte am Dienstag, dass eine Erhöhung ein Fehler wäre. Doch Warsh, der vor seinem Amtsantritt seinen Vorgänger Jerome Powell dafür kritisiert hatte, die Zinsen zu langsam zu senken, droht bei einer unveränderten Zinspolitik angesichts der hohen Inflation politisch kompromittiert zu wirken.xtb+1
Peter Dragicevich, Devisenstratege für den asiatisch-pazifischen Raum bei Corpay, erklärte, dass bereits so viel Straffung eingepreist sei, dass es Warsh schwerfallen könnte, noch falkenhafter aufzutreten, als der Markt ohnehin erwartet. „Nach der Fed-Ankündigung ist mit einer Phase erhöhter Volatilität zu rechnen, und wir sehen das Risiko, dass der Dollar nach dem Ereignis schwächer tendiert“, sagte er.bloomberg
Für Anleger, die sich auf Turbulenzen einstellen, bieten historische Daten eine gewisse Beruhigung. In sechs Straffungszyklen der Fed seit 1994 verzeichneten Aktien in den ersten vier Monaten im Durchschnitt negative Renditen, bevor sie ins Plus drehten. Zwölf Monate nach der ersten Erhöhung verzeichnete der S&P 500 laut Daten von LPL Financial einen durchschnittlichen Zuwachs von 6,7 % und eine mittlere Rendite von 10,7 %. Die Strategen der Citi Citigroup Inc. schlossen sich dieser Erkenntnis an und stellten fest, dass globale Aktien „zu Beginn von Fed-Erhöhungszyklen tendenziell schwanken, im Durchschnitt aber 6 bis 12 Monate später dennoch steigen“. Sie hielten an ihrer Prognose für gewinngetriebene Zuwächse bis Mitte 2027 fest.inc+1
Dennoch liegt die Aktienrisikoprämie, die Differenz zwischen der Gewinnrendite des S&P 500 und der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, auf dem niedrigsten Stand seit 2002. Das bedeutet, dass Aktien nur wenig Puffer haben, sollten die Renditen weiter steigen.businessinsider