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reuters+1businessupturnodailyDie Notenbanken auf beiden Seiten des Atlantiks schlagen Alarm wegen der Nachhaltigkeit der KI-getriebenen Aktienrally. Während die Europäische Zentralbank eine Korrektur für „wahrscheinlich“ hält, warnt die Federal Reserve vor Bewertungen, die sich dem Niveau der Dotcom-Blase nähern.
Am Montag, dem 17. August, veröffentlichte die EZB einen Blogbeitrag, in dem es laut Reuters heißt: „Die Wirtschaftsforschung zu vergangenen technologischen Revolutionen weist auf einen besorgniserregenden Schluss hin: Eine Korrektur der aktuellen Aktienmarktbewertungen ist wahrscheinlich.“ Die Analyse stellt fest, dass Haushalte in der Eurozone rund 440 Milliarden Euro in den sogenannten „Magnificent Seven“-Aktien halten: Alphabet , Amazon Amazon.com, Inc. , Apple , Meta Platforms , Microsoft , Nvidia und Tesla . Pensionskassen und Versicherer halten eine ähnliche Summe, was das gesamte europäische Engagement auf rund 880 Milliarden Euro beziffert.live.euronext+1
Der Blogbeitrag, der nicht zwingend die offizielle Politik der EZB widerspiegelt, warnt davor, dass das größere Risiko nicht in einer reinen Aktienkorrektur liegt, sondern in „einer Korrektur, die mit einer breiteren Marktinstabilität einhergeht, die die Politik nicht so leicht beruhigen kann: Anders als in der Dotcom-Ära lässt die heutige Ausgangslage deutlich weniger Spielraum für Zinssenkungen oder den Einsatz der Finanzpolitik zur Abfederung der Folgen“.reuters+1
Die Fed äußerte ähnliche Bedenken und wies darauf hin, dass sich die US-Aktienbewertungen dem Niveau des Technologiebooms der späten 1990er-Jahre nähern. Das Shiller-KGV ist auf rund 41,4 gestiegen, und Goldman Sachs The Goldman Sachs Group, Inc. stellte fest, dass die US-Technologieinvestitionen gemessen am BIP bereits ihren Höchststand aus den 1990er-Jahren überschritten haben. Der S&P 500 erreichte kürzlich einen Rekordschlussstand von 7.798,99 Punkten, womit der Index im Jahr 2026 um rund 14 % im Plus liegt.businessupturn
Die Warnungen erfolgen vor dem Hintergrund einer beispiellosen Welle von Unternehmensanleihen im KI-Sektor. Laut Goldman Sachs beliefen sich die KI-bezogenen Schulden in den Bereichen Investment-Grade, High-Yield und Leveraged Loans bis Ende Juli bereits auf fast 500 Milliarden US-Dollar. Damit wurde die frühere Prognose der Bank von 322 Milliarden US-Dollar für das gesamte Jahr 2026 weit übertroffen. Andrzej Skiba, Leiter des Bereichs Rentenwerte bei RBC Global Asset Management, erklärte, das derzeitige Angebot an KI-Anleihen liege „nahe an der Grenze dessen, was der Markt ohne Störungen verkraften kann“.odaily
Einige Investoren ziehen direkte Vergleiche mit den frühen 2000er-Jahren. Hank Smith, Leiter der Anlagestrategie bei Haverford Trust, sagte, die Rückkehr von außerbilanziellen Finanzierungsmodellen erinnere ihn an den Bankensektor Mitte der 2000er-Jahre, „was damals einen hohen Preis forderte“. Die Redaktion des Wall Street Journal News Corp äußerte sich zurückhaltender und argumentierte, die KI-Blase könnte „eher Luft verlieren als platzen“, da die heutigen Tech-Riesen im Vergleich zu ihren Vorgängern aus der Dotcom-Ära über solidere Gewinne verfügen.wsj+1
Der Blog der EZB kam zu dem Schluss, dass „ein Einbruch im US-KI-Sektor kein reines US-Problem bleiben würde“. Die Auswirkungen einer Korrektur „könnten über die Finanzmärkte hinausgehen und die Stimmung im Euroraum, die Finanzierungsbedingungen und die Neueinstellungen beeinflussen“.futurism