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reuters.reuters.finance.biggo.Die Weltbank führt Gespräche mit 30 bis 40 Ländern über mögliche Notfallfinanzierungen, da der Krieg im Nahen Osten die Kosten für Energie, Diesel und Düngemittel in den Entwicklungsländern in die Höhe treibt, sagte Präsident Ajay Banga in einem Interview mit Reuters in Bangkok. Die Bank könnte bei einer Verschlechterung der Lage bis zu 100 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen. Das wäre mehr als die 70 Milliarden Dollar, die während der Pandemie ausgezahlt wurden.reuters
Banga äußerte sich im Vorfeld der diesjährigen Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank in Thailand. Seine Worte deuten darauf hin, dass sich die Kreditgeber auf weitere Anträge von Ländern einstellen, deren Haushalte bereits stark angespannt sind.finance.biggo+1
Nur wenige Regierungen nutzten die ursprüngliche Krisenfazilität von 25 Milliarden Dollar, die die Bank bei Kriegsausbruch Ende Februar eingerichtet hatte. Banga sagte, die Weltwirtschaft habe sich relativ gut gehalten, gestützt durch hohe KI-Investitionen sowie Verschiebungen bei Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt. Er betonte jedoch, dass steigende Diesel- und Düngemittelpreise sowie das Risiko eines „Super-El-Niño“-Wetterphänomens den Druck auf ärmere Staaten nun erhöhen.finance.biggo+1
„Es gibt einen Druck, und deshalb denke ich, dass in den kommenden Monaten vielleicht mehr Länder einen Teil dieser ersten 50 bis 60 Milliarden Dollar abrufen werden“, sagte Banga. Diese Summe kombiniert die 25-Milliarden-Dollar-Fazilität mit weiteren 35 Milliarden Dollar, die Länder durch die Umleitung von Geldern aus bereits genehmigten Weltbank-Projekten freisetzen können. „Wir werden sehen, aber wir sind bereit. Wir sind im Gespräch“, sagte er.reuters
Bislang haben mehr Länder nach der Umstrukturierung bestehender Projekte gefragt als nach dem direkten Abruf liquider Mittel aus dem Krisenfenster. Schätzungen der Weltbank zeigen, dass Entwicklungsländer externen Gläubigern im Jahr 2026 rund 400 Milliarden Dollar schulden, wovon ein Drittel auf Zinsen entfällt.unn+2
Banga sagte, dass die Bank und der IMF bei hohen Schuldenlasten zusammenarbeiten, unter anderem bei Initiativen, die Ländern helfen sollen, mehr Steuereinnahmen im Inland zu erzielen. Die Bank hat bereits Umschuldungsvereinbarungen für Entwicklungsprojekte mit Angola und der Elfenbeinküste sowie eine Portfoliogarantie für Argentinien vereinbart. „Wir haben 14 oder 15 weitere in der Pipeline und helfen ihnen, teurere Altschulden durch neuere, günstigere Schulden mit unseren Garantien zu ersetzen“, sagte er. Die Einsparungen fließen in Bildungs-, Gesundheits-, Wasser- oder Naturschutzprogramme.unn+1
Die Bank meldete außerdem die Mobilisierung von privaten Rekordmitteln in Höhe von 112 Milliarden Dollar in dem im Juni endenden Geschäftsjahr, verglichen mit 69 Milliarden Dollar im Vorjahr. Einschließlich 123 Milliarden Dollar aus eigenen Mitteln belief sich die Gesamtfinanzierung auf 235 Milliarden Dollar. Auf Länder mit niedrigem Einkommen entfielen lediglich etwa 3 Milliarden Dollar des privaten Kapitals.finance.biggo+1
„In den kleineren Ländern hat sich das nicht ausreichend vervielfacht, und es gibt Herausforderungen“, sagte Banga. Er fügte hinzu, dass die Bank diese Woche neue Initiativen ankündigen werde, um kleinen Unternehmen den Zugang zu privatem Kapital zu erleichtern.finance.biggo