Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

esa+1bangkokpostspaceDie europäisch-japanische Raumsonde BepiColombo erreichte am Donnerstag einen entscheidenden Meilenstein, als sie erfolgreich ihr Antriebsmodul abtrennte und nach fast acht Jahren Reise durch das innere Sonnensystem die Ankunftsphase am Merkur einleitete.
Das Mercury Transfer Module, das Hauptsystem für Energie und Antrieb, das die beiden Sonden der Mission seit dem Start befördert hat, trennte sich am 3. September um 12:00 Uhr GMT vom Sondenstapel. Die Bestätigung traf etwa eine Stunde später über die Deep-Space-Antennen der ESA in Spanien und Argentinien ein. Die Telemetrie zeigte, dass alle Systeme normal funktionierten und die Solarpaneele des Mercury Planetary Orbiter der ESA die Batterien der Sonde aufluden.esa
"Es ist im Grunde eine neue Mission, die heute beginnt", sagte Bruno Sousa, Leiter der Operationsdefinition und Technik bei der ESA, während eines Livestreams zur Mission.space
BepiColombo startete am 19. Oktober 2018 an Bord einer Ariane 5-Rakete von Französisch-Guayana aus und begab sich auf eine Reise, die mehr als 10 Milliarden Kilometer umfasst. Um so weit abzubremsen, dass sie die schwache Anziehungskraft des Merkur erreichen konnte, der nur geringfügig größer als der Mond ist, führte die Sonde neun Vorbeiflüge an der Erde, der Venus und dem Merkur durch.bangkokpost+1
Die Mission wurde im April 2024 zusätzlich erschwert, als ein Problem mit einem Solarpaneel die Schubkapazität reduzierte. Dies zwang die Ingenieure dazu, eine energieeffizientere Flugbahn zu entwickeln, wodurch sich die Ankunft am Merkur von Dezember 2025 auf November 2026 verzögerte.space
"Es ist eine der kompliziertesten Missionen, die wir jemals geflogen sind", sagte Sousa.space
Die Trennung am Donnerstag bedeutet noch nicht, dass BepiColombo in den Orbit eingeschwenkt ist. Die beiden wissenschaftlichen Orbiter, der Mercury Planetary Orbiter der ESA und der Mercury Magnetospheric Orbiter der JAXA, bekannt als Mio, werden vor dem Einschwenken in den Orbit am 21. November weiter auf den Merkur zusteuern. Mio soll sich um den 9. Dezember vom Orbiter trennen, und eine Abfolge von 16 Manövern wird die Umlaufbahnen der Sonde bis Anfang 2027 schrittweise absenken und anpassen.esa+1
"Am Merkur anzukommen ist nicht so einfach wie bei anderen Missionen, bei denen man ein großes Manöver macht und dann ist man da", sagte Elsa Montagnon, Betriebsleiterin von BepiColombo. "In unserem Fall werden es sechs Monate mit kontinuierlichen Aktivitäten sein."space
Der wissenschaftliche Betrieb soll am 6. April 2027 beginnen. 16 Instrumente werden die Oberflächenzusammensetzung, Geologie, das Innere und das Magnetfeld des Merkur untersuchen. Die Mission verfügt über ein Budget von 1,7 Milliarden Euro und wird laut ESA "beispiellose Einblicke" in den am wenigsten erforschten Gesteinsplaneten des Sonnensystems liefern.bangkokpost+1
"Ich bin wieder einmal extrem erleichtert", sagte Montagnon nach der Bestätigung der Trennung. "Dass die Telemetrie genau in dem Moment eintrifft, in dem wir sie erwarten… das ist das bestmögliche Szenario."space