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phys.org.news.un.org+1.phys.org+1.Die Leiterin der UN-Wetterbehörde hat gewarnt, dass das aktuelle El Niño-Ereignis eine Stärke erreichen könnte, die in modernen Messungen noch nie zuvor beobachtet wurde. Die Auswirkungen sind bereits auf mehreren Kontinenten spürbar: tödliche Überschwemmungen in Argentinien, verheerende Waldbrände in Peru und eine lang anhaltende Dürre, die Flussstädte in Französisch-Guayana von der Außenwelt abschneidet, berichtet AFP via Phys.org.phys.org
"Das aktuelle El Niño-Ereignis könnte in seiner Stärke beispiellos sein – buchstäblich außerhalb der Messskalen, die wir in den letzten vier Jahrzehnten verwendet haben", sagte die Generalsekretärin der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), Celeste Saulo, am 21. Oktober auf einer Pressekonferenz in Genf, so UN News. Der neueste saisonale Bericht der WMO besagt, dass die Meeresoberflächentemperaturen im tropischen Pazifik zwischen November 2026 und Januar 2027 um bis zu 3,8 Grad über dem Durchschnitt liegen könnten. Die WMO erklärt ein El Niño-Ereignis bereits bei einer Anomalie von 0,5 Grad. Es wird erwartet, dass das Ereignis gegen Ende des Jahres seinen Höhepunkt erreicht.public.wmo.int+1
Saulo und der UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher riefen gemeinsam zu "dringenden und koordinierten präventiven Maßnahmen" auf, um gefährdete Gemeinschaften zu schützen, berichtet Euronews. Fletcher bezeichnete El Niño als eine "Abrissbirne" für Lateinamerika, Ost- und Südafrika, Asien und den pazifischen Raum und warnte laut AFP, dass 50 Millionen Menschen von zunehmendem Hunger bedroht sein könnten. "Ein starker El Niño muss kein Rezept für eine humanitäre Katastrophe sein", so Saulo laut WMO.public.wmo.int+2
In den Vereinigten Staaten hat das Climate Prediction Center der NOAA mit "hoher Zuversicht" prognostiziert, dass das Ereignis in diesem Winter eine Rekordstärke erreichen wird, berichtet USA Today.usatoday.com
Im Nordosten Argentiniens haben Überschwemmungen in Verbindung mit El Niño in den letzten Tagen zwei Menschen das Leben gekostet. Mehr als 2 000 Menschen mussten letzte Woche ihre Häuser verlassen, nachdem heftige Regenfälle die Flüsse Paraná, Uruguay und Iguazú über die Ufer treten ließen, berichtet AFP. In Peru geben Behörden an, dass seit Juni mindestens 12 Menschen bei Waldbränden ums Leben gekommen sind, die durch heiße, trockene Luft angefacht wurden. In Französisch-Guayana hat monatelanger Niederschlagsmangel den Flussverkehr zum Erliegen gebracht, weshalb die Behörden eine Luftbrücke eingerichtet haben, um etwa 40 000 Bewohner isolierter Städte zu versorgen.phys.org
In Somalia teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) mit, dass zwischen Oktober und Dezember 874 319 Menschen vertrieben werden könnten, wobei Überschwemmungen 92 Prozent der Gesamtzahl ausmachen, berichtet das Shabelle Media Network. Die Organisation hat bisher nur etwa 14,4 Prozent der benötigten 16,6 Millionen Dollar für ihre Hilfsmaßnahmen erhalten, so das Büro des UN-Sprechers.allafrica.com+1
Wissenschaftler mahnen zur Vorsicht, dass kein einzelnes Ereignis vollständig auf El Niño zurückgeführt werden kann. "El Niño kann bestimmte Wetterereignisse im Laufe einer Saison wahrscheinlicher oder unwahrscheinlicher machen", erklärte die NOAA-Physikerin Michelle L'Heureux gegenüber AFP und fügte hinzu: "Wir können ein gesamtes Wetterphänomen oder ein damit verbundenes Extremereignis schlichtweg nicht allein auf El Niño zurückführen, da auch andere Faktoren eine wichtige Rolle spielen", so Phys.org.phys.org