Newsletter Subscribe
Enter your email address below and subscribe to our newsletter
[forminator_form id="25163"]

eurekalert+1eurekalert+1eurekalert+1Eines der ältesten bekannten dreidimensionalen Tierfossilien wurde auf einer Schafweide im norwegischen Teil der Arktis freigelegt und bietet einen seltenen Einblick in die Anfänge des komplexen Lebens auf der Erde. Die Entdeckung, die am Mittwoch in der Fachzeitschrift Palaeontology veröffentlicht wurde, ist der erste bestätigte Fund des ikonischen Fossils Charnia in Skandinavien und die erste große Ediacarium-Fossilfundstätte, die seit Jahrzehnten in Europa entdeckt wurde.eurekalert+1
Das Fossil stammt aus der Zeit vor rund 560 Millionen Jahren, während des Ediacariums, als die ersten komplexen Organismen die Erde zu besiedeln begannen. Charnia, das eher einem Farn als einem modernen Tier ähnelt, besaß weder Mund noch Organe oder sichtbare Fortbewegungsorgane: Forscher der University of Cambridge beschreiben es im Wesentlichen als eine "gelgefüllte Tasche", vergleichbar mit einer sesshaften Qualle.cam+1
Die meisten Ediacarium-Fossilien sind nur als flache Abdrücke erhalten, die über Hunderte von Millionen Jahren unter Gesteinsschichten zerquetscht wurden. Dieses Exemplar wurde jedoch von einer uralten Unterwasserlawine erfasst, die seinen Körper mit Sediment füllte und seine dreidimensionale Form in außergewöhnlicher Detailtreue bewahrte. Diese Erhaltung enthüllte feine Rippen, sogenannte "Kiele", entlang jedes Zweigs, ein Merkmal, das bei flacheren Exemplaren derselben Art noch nie beobachtet wurde.eurekalert+1
"Wenn man dieselbe Art auf eine andere Weise konserviert sieht, bemerkt man Eigenschaften, die man vorher nicht gesehen hatte", sagte Hauptautor Dr. Yorick Veenma vom Department of Earth Sciences in Cambridge.eurekalert
Der Fund erfolgte, nachdem Felsen von einer Klippe im norwegischen Finnmark herabstürzten, aufplatzten und das Charnia-Fossil im Inneren freilegten. Die Fundstelle befindet sich in der Nähe eines Felsvorsprungs, an dem zwar schon früher Hinweise auf Ediacarium-Leben gesichtet wurden, Verankerungsstrukturen, die von Organismen am elterlichen Meeresboden hinterlassen wurden, Fossilien der Organismen selbst waren jedoch nie aufgetaucht.cam+1
Neben dem einzelnen Charnia-Exemplar identifizierte das Forschungsteam mehrere weitere Teile des fossilen Ökosystems, darunter das, was Koautor Professor Neil Davies als "seltsame kleine schirmförmige Klumpen, Dinge, die nicht zu dem passen, was man woanders kennt" bezeichnete.eurekalert
Die Entdeckung deutet darauf hin, dass die frühesten Tiere der Erde weiter verbreitet waren als bisher angenommen. Die meisten Ediacarium-Fossilien stammen von nur wenigen Orten weltweit. Dass eine so reichhaltige neue Fundstätte in einer unerwarteten Ecke der Arktis auftaucht, lässt erahnen, dass auch andere unerforschte Gebiete ähnliche Überraschungen bergen könnten.phys+1
"Dieser Fund zeigt, dass es in weniger vertrauten Gegenden noch immer Potenzial für Entdeckungen gibt", sagte Veenma.cam