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caltech+1caltech+1caltechDas James-Webb-Weltraumteleskop der NASA hat enthüllt, dass Neptuns innere Monde anders sind als alles andere im äußeren Sonnensystem – und möglicherweise die freigelegten Überreste uralter Eiswelten sind, die vor Milliarden von Jahren auseinandergerissen wurden.
Ein Team von Forschern des Caltech veröffentlichte am Mittwoch Ergebnisse in Science Advances, die zeigen, dass drei der kleinen inneren Monde Neptuns – Larissa, Galatea und Proteus – magnesiumreiche Phyllosilikate enthalten, Tonminerale, die nur in Gegenwart von flüssigem Wasser entstehen können. Dies ist das erste Mal, dass solche Minerale außerhalb des Jupiters im äußeren Sonnensystem nachgewiesen wurden.iflscience+1
Die Entdeckung deutet auf ein gewaltsames Kapitel in der Geschichte Neptuns hin. Die Forscher glauben, dass der Planet einst ein konventionelles System aus großen, geordneten Monden besaß – ähnlich dem, das Uranus heute hat –, welches ausgelöscht wurde, als Triton, Neptuns größter Mond, aus einem anderen Teil des Sonnensystems eingefangen wurde.caltech+1
"Dies ist ein aufregender neuer Beweis dafür, dass bei Neptun etwas Katastrophales geschah, das seine ursprünglichen Satelliten vollständig zerstörte, und wir sehen nun die Fingerabdrücke, die dieser Prozess hinterlassen hat", sagte Ryleigh Davis, ehemalige Doktorandin am Caltech und Hauptautorin der Studie, die heute als Postdoktorandin an der UC San Diego tätig ist.caltech
Die auf den Monden gefundenen Tonminerale müssen tief im Inneren von Körpern entstanden sein, die weitaus größer waren als Neptuns heutige kleine innere Monde – Objekte, die groß genug waren, um ausreichend innere Wärme zu erzeugen, um Wassereis zu schmelzen. Das Team glaubt, dass die wahrscheinlichste Quelle das ursprüngliche Mondsystem selbst war.science+1
Ein Rätsel sticht hervor: Obwohl Phyllosilikate flüssiges Wasser zur Entstehung benötigen, erscheint in den Spektren der drei Monde oder ihrer Ringe kein Wassereis. "Alles in diesem Teil des Sonnensystems ist sehr eisig", sagte Davis. "Wir sind uns also ziemlich sicher, dass sie aus dem Inneren von etwas stammen müssen, das groß genug war, um genügend Wärme zu erzeugen, um sein Wassereis zu schmelzen".caltech
Die Ergebnisse zeigten auch, dass Proteus, der größte der drei untersuchten Monde, die auf Larissa und Galatea gefundenen Phyllosilikate nicht aufweist, was darauf hindeutet, dass er möglicherweise aus einem anderen Bereich der Trümmerscheibe entstanden ist. Zudem entdeckte das Team ein nicht identifiziertes hydratisiertes Mineral auf allen drei Monden, das mit keinem Eintrag in bestehenden Spektralbibliotheken übereinstimmt.caltech
Die Forschung baut auf einer verwandten Studie aus demselben JWST-Programm auf, die im Mai veröffentlicht wurde und ergab, dass der Neptunmond Nereid das einzige überlebende intakte Mitglied des ursprünglichen Satellitensystems sein könnte.nypost+1
"So oder so muss das, was wir auf diesen Monden sehen, aus dem Inneren von etwas viel Größerem stammen", sagte Davis und merkte an, dass Neptuns innere Monde ein seltenes direktes Fenster in die tiefe Zusammensetzung einer großen Eiswelt bieten – Material, das normalerweise dauerhaft verborgen und unerreichbar ist.caltech