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x+1imf+1coingabbar+1Die Staatsverschuldung in Schwellenländern ist auf etwa 78 Prozent des BIP gestiegen, den höchsten Stand seit mindestens 143 Jahren, wie aus einer Analyse von The Kobeissi Letter vom 22. September hervorgeht. Dieser Wert, der auf langfristigen fiskalischen Daten basiert und mit dem Fiskalmonitor des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom April 2026 übereinstimmt, markiert einen drastischen Bruch mit allen früheren Schuldenzyklen der modernen Geschichte.imf+2
Das Verhältnis hat sich seit der Finanzkrise 2008, als die Staatsverschuldung in Schwellenländern bei etwa 37 bis 38 Prozent des BIP lag, mehr als verdoppelt. Es übersteigt nun die bisherige historische Obergrenze von etwa 45 Prozent, ein Niveau, das sowohl die Weltkriege als auch die Weltwirtschaftskrise überdauerte. Die eigenen Prognosen des IWF sehen die Verschuldung von Schwellenländern und Volkswirtschaften mit mittlerem Einkommen für 2025 bei 75,3 Prozent des BIP, mit einem Anstieg auf 78,9 Prozent im Jahr 2026.kucoin+1
Was diesen Zyklus von früheren Anstiegen unterscheidet, ist das Ausbleiben eines Schuldenabbaus nach der Krise. Nach dem Ersten Weltkrieg, dem Zweiten Weltkrieg und der Krise von 2008 sanken die Schuldenquoten jeweils deutlich. Der aktuelle Verlauf zeigt keine solche Korrektur.coingabbar+1
Der Fiskalmonitor des IWF vom April 2026 mit dem Titel "Fiscal Policy under Pressure: High Debt, Rising Risks" warnte davor, dass die globale öffentliche Verschuldung 2025 auf knapp unter 94 Prozent des BIP gestiegen ist und bis 2029 die 100-Prozent-Marke erreichen wird, ein Jahr früher als bisher prognostiziert. Industrienationen liegen bereits seit etwa einem Jahrzehnt über 100 Prozent des BIP, wobei für die USA für 2026 ein Wert von 125,8 Prozent erwartet wird.elibrary.imf+2
Rodrigo Valdés, Direktor der Abteilung für fiskalische Angelegenheiten beim IWF, beschrieb die Situation so, dass Regierungen in einem "sich verengenden Fenster für politische Flexibilität navigieren, während die Kreditkosten steigen und der fiskalische Spielraum abnimmt".coingabbar
Der Schuldenaufbau fällt mit einem restriktiveren geldpolitischen Umfeld zusammen. Die Federal Reserve hob ihren Leitzins im September 2026 auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent an, und die gestiegenen Kreditkosten zwingen Regierungen dazu, einen wachsenden Anteil ihrer Einnahmen für den Schuldendienst aufzuwenden. In den USA haben die jährlichen Zinsausgaben laut The Kobeissi Letter bereits einen Rekordwert von 18,5 Prozent der Bundeseinnahmen erreicht.gramercy+1
Für Schwellenländer schafft die Kombination aus Rekordschulden und höheren Zinsen eine sogenannte fiskalische Stressspirale, bei der steigende Kosten für den Schuldendienst produktive Ausgaben verdrängen und zu weiterer Kreditaufnahme zwingen. Der IWF merkte an, dass allein die geopolitische Fragmentierung dazu tendiert, die öffentliche Schuldenquote mittelfristig um etwa 1,5 Prozentpunkte des BIP nach oben zu treiben. Mit 78 Prozent des BIP verfügen Schwellenländer über weniger fiskalische Puffer als zu jedem anderen aufgezeichneten Zeitpunkt, um den nächsten Schock abzufedern.coingabbar