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reuterscnbc+1reutersStellantis CEO Antonio Filosa erklärte am Donnerstag gegenüber Analysten, dass sich der globale Automobilmarkt in zwei getrennte Sphären gespalten habe: die Vereinigten Staaten und den Rest der Welt.
Auf der Jefferies Global Industrials Conference in New York beschrieb Filosa eine wachsende Kluft zwischen der US-Handels- und Regulierungspolitik und dem Rest der Welt, insbesondere im Hinblick auf die Zusammenarbeit von Automobilherstellern mit chinesischen Partnern.reuters
"Wir sehen deutlich, dass die Welt in zwei Teile geteilt ist: Der eine sind die Vereinigten Staaten … und dann haben wir den Rest der Welt", sagte Filosa.investing+1
Die Herausforderung für Stellantis und seine Konkurrenten besteht darin, Fahrzeuge für die USA, den wichtigsten Gewinnbringer des Unternehmens, zu bauen und gleichzeitig in einem regulatorischen und konsumorientierten Umfeld zu agieren, das sich grundlegend von Europa oder anderen Märkten unterscheidet. In den USA setze Stellantis vollständig auf heimische Ingenieurskunst und Entwicklung, so Filosa. In anderen Regionen, einschließlich Europa, kooperiert das Unternehmen mit den chinesischen Herstellern Leapmotor und Dongfeng bei der Fahrzeugentwicklung.reuters+1
Filosa betonte, dass diese chinesischen Partnerschaften keine Modelle für den amerikanischen Markt produzieren. Andere Hersteller, die ähnliche Kooperationen anstreben, sind jedoch ins Visier der Trump-Regierung geraten. Beamte kritisierten Ford für ein Joint Venture mit dem chinesischen Unternehmen Geely in Europa und argumentierten, dies unterstütze die globale Expansion chinesischer Automobilhersteller. Ford erklärte dazu, man passe sich an "die neue globale Realität" an und nutze Partnerschaften, um schlanker zu werden.reuters
Der Konferenzauftritt findet statt, während Stellantis die Umsetzung seines im Mai von Filosa vorgestellten Strategieplans FaSTLAne 2030 fortsetzt. Dieser Plan sieht Investitionen von rund 60 Milliarden Euro vor und setzt das Ziel eines positiven freien Cashflows bis 2027. Das Unternehmen meldete für das zweite Quartal 2026 einen Umsatz von 43,5 Milliarden Euro, ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, bei einer bereinigten operativen Gewinnmarge von 1,8 Prozent.cnbc+2
Filosa räumte ein, dass Investoren schnellere Ergebnisse bei der Erholung sehen wollen, die auf eine schwierige Phase mit einem Jahresverlust von 22 Milliarden Euro folgt. Er deutete jedoch an, dass die Trendwende Zeit in Anspruch nehmen werde, während das Unternehmen daran arbeite, Marktanteile zu stabilisieren und die Rentabilität in allen Regionen wiederherzustellen.italytelegraph
Die von Filosa beschriebene Spaltung spiegelt eine umfassendere Entwicklung in der Automobilindustrie wider. US-Zölle und politischer Druck gegen chinesische Partnerschaften zwingen globale Automobilhersteller dazu, parallele Strategien zu verfolgen: eine für die Prioritäten Washingtons und eine für den Rest der Welt. Wie lange Unternehmen diesen Balanceakt aufrechterhalten können, bleibt offen.