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reuters.treasury.reuters+1.Das US-Finanzministerium teilte am Montag, dem 5. Oktober, mit, dass ausländische Finanzinstitute, die weiterhin Geschäfte mit sanktionierten iranischen Banken tätigen, "jederzeit ohne Vorankündigung" sanktioniert werden könnten. Die Warnung fordert Banken auf, diese Verbindungen sofort zu kappen und auf sogenannte Schattenbankkanäle zu achten, die der Iran laut dem Ministerium nutzt, um US-Beschränkungen zu umgehen.ua+1
Die Warnung ist der jüngste Schritt Washingtons, Teheran vom auf Dollar basierenden Finanzsystem abzuschneiden. US-Beamte haben in den letzten Wochen Druck auf andere Länder ausgeübt, ihre Geschäfte mit dem Iran zu beenden.reuters
"Ausländische Finanzinstitute, die weiterhin Transaktionen mit sanktionierten iranischen Finanzinstituten durchführen, könnten jederzeit ohne Vorankündigung ins Visier genommen werden und sollten sofort Maßnahmen ergreifen, um solche Aktivitäten und Beziehungen zu beenden", so das Ministerium laut Reuters.reuters
Das Finanzministerium erklärte, Banken, die dem Iran Zugang zum globalen Finanzsystem gewähren, riskieren Sanktionen, weil sie in sanktionierten Teilen der iranischen Wirtschaft tätig sind oder diese unterstützen. Dies umfasst die Bedienung iranischer Banken oder deren Niederlassungen und Tochtergesellschaften in anderen Ländern. Solche Banken könnten zudem zivil- und strafrechtliche Konsequenzen drohen, wenn Iran-bezogene Transaktionen dazu führen, dass US-Banken oder andere US-Personen gegen Sanktionsregeln verstoßen. Eine mögliche Strafe ist das Verbot, US-Korrespondenzkonten zu eröffnen oder zu führen. Ohne diese Konten verliert eine ausländische Bank weitgehend den Zugang zu US-Dollar-Zahlungen.reuters
Die Warnung baut auf der Operation Economic Outcast auf, einer Kampagne, die das Finanzministerium Ende August auf Anweisung von Präsident Donald Trump startete. Finanzminister Scott Bessent sagte, das Ziel sei es, "jede wirtschaftliche Lebensader, die dieses tyrannische Regime stützt, zu durchtrennen, bis Teheran isoliert ist". Zum Start erweiterte das Ministerium die Arten von Iran-bezogenen Aktivitäten, die Sekundärsanktionen auslösen können. Es erließ zudem Bestimmungen für digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt und sanktionierte fast 60 Unternehmen, Einzelpersonen und Schiffe. In der Ankündigung hieß es, jedes Land erhalte "einen definierten Zeitrahmen", um die identifizierten Iran-bezogenen Aktivitäten einzustellen, und fügte hinzu: "Wenn sie nicht handeln, wird das Finanzministerium handeln."treasury
Weitere Maßnahmen folgten. Eine Bestimmung, die den iranischen Automobil- und Bahnsektor betrifft, trat am 1. Oktober in Kraft. Washington ging zudem gegen Banken in den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei wegen ihrer angeblichen Unterstützung der iranischen Behörden vor. Am 14. September sanktionierte das Finanzministerium die russische [TICKER:VTB Bank] wegen ihrer angeblichen Beteiligung an der Umgehung von Sanktionen durch den Iran.businessupturn+2
Am 1. Oktober gab das Financial Crimes Enforcement Network, die Finanzkriminalitätsbehörde des Ministeriums, eine Warnung zum A7 Network heraus. US-Behörden beschreiben es als eine mit Russland verbundene Geldwäscheoperation mit Verbindungen zu iranischen Akteuren. Eine am 5. Oktober im Federal Register veröffentlichte Mitteilung schlug neue Beschränkungen für Transaktionen mit Unterhändlern des Netzwerks vor.businessupturn
Der Druck wächst seit Monaten. Im April sandte das Finanzministerium Briefe an Finanzinstitute in China, Hongkong, den VAE und Oman, in denen es mit Sekundärsanktionen wegen ihrer Geschäfte mit dem Iran drohte. Der Iran stand bereits vor dem Krieg unter schweren US-Sanktionen, und Beamte haben nun klargestellt, dass weitere Strafen ohne Vorwarnung folgen könnten.wbaltv+1