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academic.oup+1koreaherald+1theartnewspaperDer Besuch von Museen, das Lesen von Büchern und das Hören von Musik können das Tempo des biologischen Alterns in einem Maße verlangsamen, das mit regelmäßiger körperlicher Betätigung vergleichbar ist, so die erste Studie, die einen solchen Zusammenhang auf molekularer Ebene herstellt.
Die Forschung, die am 11. Mai in der Fachzeitschrift Innovation in Aging von einem Team des University College London veröffentlicht wurde, analysierte Blutproben und Umfragedaten von 3.556 Erwachsenen in Großbritannien unter Verwendung epigenetischer Uhren – Instrumente, die chemische Muster auf der DNA lesen, um die Geschwindigkeit des Alterns einer Person abzuschätzen. Die Ergebnisse positionieren die Beschäftigung mit Kunst und Kultur als eine potenzielle Säule der Strategie für die öffentliche Gesundheit neben Ernährung und Bewegung.academic.oup+1
Unter Verwendung eines Maßes namens DunedinPACE stellten die Forscher fest, dass Menschen, die mindestens einmal pro Woche an künstlerischen Aktivitäten teilnahmen, etwa 4 Prozent langsamer alterten als diejenigen, die dies selten taten. Monatliche Teilnehmer zeigten ein etwa 3 Prozent langsameres Altern, während diejenigen, die mindestens dreimal im Jahr teilnahmen, 2 Prozent langsamer alterten. Der Unterschied zwischen wöchentlichen Teilnehmern und Nicht-Teilnehmern war vergleichbar mit der Lücke, die zuvor zwischen aktuellen Rauchern und Ex-Rauchern beobachtet wurde.koreaherald+2
Ein separater epigenetischer Test, PhenoAge, deutete darauf hin, dass wöchentliche Kunstteilnehmer im Durchschnitt biologisch etwa ein Jahr jünger waren als diejenigen, die selten teilnahmen. Sowohl die Häufigkeit als auch die Vielfalt der Aktivitäten – von Lesen, Musizieren, dem Besuch von Aufführungen bis hin zum Besuch von Kulturerbestätten und Bibliotheken – waren unabhängig voneinander mit einem langsameren Altern verbunden.euronews+2
Die Effekte waren bei Erwachsenen mittleren Alters und älteren Erwachsenen über 40 stärker. Drei von sieben getesteten epigenetischen Uhren zeigten den Zusammenhang; die älteren Uhren konnten weder für die Beschäftigung mit Kunst noch für körperliche Aktivität einen Nutzen feststellen.academic.oup+2
"Unsere Studie hat ergeben, dass es nicht nur darum geht, regelmäßig Kunst zu betreiben, sondern auch darum, eine Reihe verschiedener künstlerischer Aktivitäten auszuüben", sagte Daisy Fancourt, Hauptautorin und Leiterin der Social Biobehavioural Research Group am UCL. "Jede Art von künstlerischer Aktivität – Lesen, Musizieren, der Besuch kultureller Aufführungen, der Besuch von Kulturerbestätten – hat unterschiedliche Auswirkungen auf uns, kognitiv, emotional und physiologisch."theartnewspaper
Fancourt forderte, kreative Aktivitäten als gesundheitsförderndes Verhalten zu behandeln. "Es ist wichtig, dass wir es nicht nur als Luxus in unserem Leben betrachten, sondern als etwas Wesentliches", sagte sie. "Regelmäßiges – idealerweise tägliches – kreatives Engagement ist wichtig zu fördern, genau wie wir 10.000 Schritte am Tag oder fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag fördern."theartnewspaper
Die Studie ist beobachtend, was bedeutet, dass sie nicht beweisen kann, dass die Beschäftigung mit Kunst direkt ein langsameres Altern verursacht. Die Forschung ist Teil eines mit 3,5 Millionen Pfund dotierten siebenjährigen Programms, das von Wellcome finanziert und vom UCL geleitet wird, um die globalen und molekularen Auswirkungen der Beschäftigung mit Kunst auf die Gesundheit zu untersuchen. Die leitende Autorin Feifei Bu stellte fest, dass die Studie "den ersten Beweis dafür liefert, dass die Beschäftigung mit Kunst und Kultur mit einem langsameren Tempo des biologischen Alterns verbunden ist."euronews+1